Xen schnell serviert

Xen schnell serviert

18. Januar 2008 - Mit Xen lassen sich im Handumdrehen aus einem Computer mehrere virtuelle machen. Die Umsetzung geht dabei schneller, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.
Artikel erschienen in IT Magazine 2008/01

Die Vor- und selbstverständlich auch die Nachteile der Virtualisierung sind hinreichend bekannt. Ebenso wie die Tatsache, dass Xen die am weitesten verbreitete Open-Source-Virtualisierungslösung und somit mittlerweile Bestandteil der meisten Linux-Distributionen ist. Doch wie kommt man zu seiner ersten virtuellen Maschine?


Paravirtualisierung

Xen setzt im Gegensatz zu anderer Virtualisierungssoftware auf die Technik der Paravirtualisierung. Diese ist besonders ressourcenschonend und schnell, da die Gastsysteme über eine spezielle API «direkten» Zugriff auf die Hardware erhalten und so die ressourcenintensive Emulation der Hardware entfällt. Allerdings sind dazu Modifikationen an den Gastsystemen und deren Kernel nötig, damit sie wissen, dass sie die Xen-API zu benutzen haben. Dies führt dazu, dass nicht ohne weiteres jedes beliebige Betriebssystem paravirtualisiert werden kann. Insbesondere proprietäre Betriebssysteme wie Windows können ohne Unterstützung des Herstellers nicht angepasst werden und eignen sich damit nicht zur Paravirtualisierung.


Unterstützung für Paravirtualisierung mit Xen bieten insbesondere Open-Source-Betriebssysteme wie Linux und NetBSD, die bereits seit langem mit Xen verwendet werden können. Entsprechende Projekte befinden sich auch für die anderen BSD-Varianten und Open Solaris in Arbeit, wobei sie meist noch in der Testphase stecken. Von den pro
prietären Betriebssystemen bietet unter anderem Netware Xen-Unterstützung.

 
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