Intel setzt auf All-in-One-CPUs


Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2008/01

     

An und um die CES (Bericht auf Seite 12) feuerte Intel ein wahres Produktfeuerwerk ab. Im Mittelpunkt standen dabei die 45-Nanometer-Versionen des Core 2 sowie Prozessor-Designs nach dem System-on-a-Chip-Prinzip.


Mit «Canmore» und «Moorestown» hatte Intel gleich zwei Prototypen dieser Art im Gepäck. «Canmore» ist ein All-in-one-Prozessor für Unterhaltungselektronik – beispielsweise Settop-Boxen oder Mediacenter. Er soll HD-Video, 7.1-Sound sowie 3D-Beschleunigung beherrschen. Daneben verfügt «Canmore» über alle essentiellen Funktionen zum Anschluss von Tastatur, Fernbedienung oder Netzwerk. Erste Geräte sollen bereits im zweiten Halbjahr 2008 auf den Markt kommen.



«Moorestown» ist die für 2009 geplante Plattform für die mittlerweile in Mobile Internet Devices (MID) umbenannten UMPCs. Intel hatte bereits einen quasi nur aus einem Display bestehenden Prototypen dabei, der vom Format einem iPhone nahe kommt. Die Zeit bis 2009 soll die «Menlow»-Plattform überbrücken, auf deren Basis bereits eine Reihe von Prototypen diverser Hersteller zu sehen waren. Sie sollen im Laufe des Jahres auf den Markt kommen und auf Linux basieren. Intels Abkehr von Windows dürfte vor allem dem Ressourcen-Verbrauch von Vista und der fehlenden Ausrichtung von Windows Mobile auf x86 geschuldet sein.


In die Vollen ging Intel mit den 45-Nanomenter-Versionen des Core 2. Nebst den Desktop-Prozessoren wurden auch die Mobilversionen für die Centrino-Plattform vorgestellt – insgesamt 12 Stück. Die Taktraten der Desktop-Prozessoren schwanken zwischen 2,66 und 3,16 GHz, die Mobilversionen bringen es auf maximal 2,8 GHz. Die Abwärme bewegt sich zwischen 65 und 95 Watt, bei den Notebook-Varianten zwischen 35 bis 44 Watt. Die Auslieferung der Prozessoren erfolgt sofort. Einzig auf die Desktop-Quad-Cores muss man wegen eines FSB-Bugs noch einige Wochen warten.


Zu den neuen Features der CPUs gehört unter anderem SSE4 (Markenname HD Boost), das die Dekodierung von HD-Video auch ohne Hilfe der Grafikkarte ermöglichen soll. Die Mobilprozessoren beherrschen zudem einen erweiterten Stromsparmodus.




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