Stilsicherer Büro-Pinguin

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18. Februar 2005 - Die auf dem Suse Linux Enterprise Server basierende Distribution soll Novell dabei helfen, Linux auf den Desktop zu hieven.
Artikel erschienen in IT Magazine 2005/04

Mit Novell Linux Desktop 9 präsentierte die NetWare-Company aus Utah ihre erste eigene Linux Distribution für den Unternehmenseinsatz, die parallel zu den bestehenden Suse Produkten angeboten wird. Wir haben uns die Lösung, mit der Novell Linux auf den Desktop bringen will, genauer angesehen.


Kein Windows-Ersatz

Wer erwartet hat, dass Novell mit Linux Desktop 9 auf Konfrontationskurz zum Platzhirsch Windows geht, wurde schon bei der Präsentation der Lösung enttäuscht. So hielt Novell-CEO Jack Messman die Erwartungen an die Novell-Distribution entsprechend tief: «Beim Novell Linux Desktop geht es nicht darum, Windows-Systeme komplett zu ersetzen. Es geht vielmehr darum, herauszufinden, wo und wann ein Desktop auf Open-Source-Basis eine sinnvolle und kostengünstige Alternative ist. Aus unserer pragmatischen Sichtweise ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem bestimmte Anwender von Open Source profitieren können.» Als Einsatzgebiete nannte der Novell-CEO dann auch Call Center und Schalterbereiche. Zudem wolle man mit Novell Linux Desktop eine kostengünstige Alternative für teure Unix-Workstations bieten. Diese Strategie erklärt auch, warum keinerlei Software zum Betrieb von Windows-Applikationen wie Crossover Office im Rahmen von Novell Linux Desktop 9 ausgeliefert wird. Ein Manko, dass Novell Linux Desktop 9 vorerst den Weg in so manches Unternehmen versperren dürfte, da oftmals entweder keine gleichwertigen Alternativen zur Windows-Welt existieren oder die Interoperabilität eingeschränkt ist.

 
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