Microsoft soll Patente gegen Linux zeigen


Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2007/04

     

Die Aufregung um das Kooperationsabkommen zwischen Microsoft und Novell ist noch lange nicht verebbt. Insbesondere, nachdem Steve Ballmer auf einem Analysten-Treffen wieder einmal Öl ins Feuer gegossen hat. So soll er erklärt haben, dass er von dem Deal mit Novell keinen grossen Umsatzzuwachs erwarte, es dafür als Signal an die Linux Community wertet, dass Open Source nicht frei sei und die Community das geistige Eigentum anderer wie jeder Konkurrent zu respektieren habe.
Die Antwort lies auch dieses Mal nicht lange auf sich warten.
So haben Anhänger des freien
Betriebssystems eine Webseite
(www.showusthecode.com) lanciert, mit der Microsoft dazu aufgefordert wird, endlich Farbe zu bekennen und die Codezeilen in Linux und die dazugehörigen Patente zu zeigen, die angeblich das geistige Eigentum Microsofts verletzen sollen. Sollten sich tat-
sächlich Codestellen finden, welche die Rechte Microsofts verletzen, werde die Community diese durch freien Code ersetzen, so die Initianten. Antwortet Microsoft bis zum 1. Mai 2007 nicht, wird dies als Eingeständnis gewertet, dass es sich bei den Anschuldigungen nur um leere Drohungen handle.
Bei Red Hat sieht man sich dagegen nach wie vor nicht bedroht vom Abkommen zwischen Microsoft und Novell. So ermutigte Rothut-CEO Matthew Szulik gar die Linux-Anwender auf einer Tagung, die von Microsoft angebotenen Linux-Gutscheine anzunehmen. Schliesslich sei es Red Hat recht, wenn die Anwender von Microsoft ihr Linux finanziert bekämen.


Treiber-Zoff mit OpenBSD

Streit gibt es auch zwischen OpenBSD und Linux. Nachdem
Linux-Entwickler Firmen angeboten haben, GPL-Treiber im Rahmen eines Non Disclosure Agreements kostenlos zu entwickeln, gifteln die OpenBSD-Verantwortlichen, die Entwickler würden damit der gesamten Open-Source-Bewegung schaden, da dies Firmen ein perfektes Alibi biete, ihre Hardware-Spezifikationen nach wie vor unter Verschluss zu halten.




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