IBM-Millionen für ETH-Forscher

IBM-Millionen für ETH-Forscher

9. Dezember 2003 - Im Rahmen des Shared University Research Förderpreises sponsert IBM der ETH Hard- und Software für ihr Hyperdatenbank-Projekt.
Artikel erschienen in IT Magazine 2003/22

Damit Unternehmen flexibel auf dynamische und unvorhersehbare Veränderungen der Geschäftsabläufe reagieren können, müssen nach der Meinung von IBM IT-Infrastrukturen über Mechanismen für eine automatische Skalierbarkeit und Konfiguration verfügen. Diese Mechanismen stehen im Mittelpunkt der gemeinsamen Forschungsarbeit der ETH Zürich und des IBM Entwicklungszentrums in Böblingen.



Um diese Zusammenarbeit zu begründen, sponsert IBM der ETH Zürich im Rahmen des Shared University Research Förderpreises Hard- und Softwaretechnologie im Wert von etwas über einer Million Franken. Das Förderpaket soll unter anderem aus vier IBM-Servern aus der xSeries, einem IBM Bladecenter und der Datenbank DB2 bestehen.



Die ETH-Gruppe um Professor Hans-Jörg Scheck arbeitet bereits seit einigen Jahren an mehreren Projekten zur Realisierung einer neuen Infrastruktur, die sie Hyperdatenbank nennen. Diese soll auf einem sehr hohen Abstraktionsniveau verteilte Anwendungen erstellen und ausführen können. Bei IBM erwartet man, dass die Forschungsgruppe vor allem Leistungsanalysen und Vergleiche zwischen Grid-, Peer-to-Peer- und Servicearchitekturen durchführt. Die ETH nutzt dafür den eigenen Forschungsprototyp OSIRIS (Open Service Infrastucture for Reliable and Integrated Process Support), eine Infrastruktur für Peer-to-Peer-Abläufe, und IBMs WebSphere Process Choreographer.



Heute werden die Geschäftsprozesse eines Unternehmens gemäss IBM noch über eine zentrale Workflow Engine koordiniert. Die Erkenntnisse aus der ETH-Forschung sollen dabei helfen, in Zukunft neben einer zentralen Koordination auch die dezentrale Verarbeitung zwischen Geschäftspartnern zu ermöglichen. Die dafür notwendigen Peer-to-Peer Geschäftsprozesse sind laut IBM eine der Notwendigkeiten, um Computing On Demand realisieren zu können, womit sich das Projekt nahtlos in die Strategie von IBM einfügt.



Beim Shared-University-Research-Programm stellt IBM weltweit ausgewählten Hochschulen Hard- und Software zur Verfügung, um Forschungsprojekte von gemeinsamem Interesse zu unterstützen. Dazu zählen beispielsweise Projekte aus dem Bereich Grid Computing oder Life Sciences. Mit der Kooperation auf einem gemeinsamen Interessensgebiet soll der Wissenstransfer zwischen den jeweiligen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ausgebaut werden.

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Vor wem mussten die sieben Geisslein aufpassen?
Antwort
Name
E-Mail
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER