IT-Trends mit Zukunft

IT-Trends mit Zukunft

4. Dezember 2000 - René Dubach über die IT-Highlights des vergangenen Jahres.
Artikel erschienen in IT Magazine 2000/44

Ist das Jahr auch an Ihnen im Eiltempo vorübergezogen? Mir jedenfalls ist es so ergangen. Zwar ist allgemein bekannt, dass sich die IT-Welt schneller dreht als die "normale Welt". Was uns aber im vergangenen Jahr an Lösungen, Produkten und Services präsentiert wurde, dürfte die Informationstechnologie in den nächsten Jahren signifikant prägen - nicht zuletzt auch in der Schweiz. Die wichtigsten Trends, die uns auch im kommenden Jahr beschäftigen werden, möchte ich im folgenden kurz skizzieren:




Online-Marktplätze: Portale und Online-Marktplätze schossen im vergangenen Jahr wie Pilze aus dem Boden. Die KMU, die von Plenaxx und Conextrade ebenso ins Visier genommen werden wie von Yellowworld und Innonet, sind allerdings zum grössten Teil noch überfordert von diesen für die Schweiz neuen Business-Modellen und blicken grösstenteils konsterniert aus der Wäsche. Fest steht aber, dass der via E-Commerce erzielte Umsatz massiv zunehmen wird, und zwar genau über diese Marktplätze. Wir widmen der Business-to-Business-Entwicklung in der Schweiz unsere Hintergrundgeschichte in dieser InfoWeek-Ausgabe (Seite 39).




XML an allen Fronten. Die Extensible Markup Language konnte im Jahr 2000 ihren grossen Siegeszug feiern. Kaum ein Hersteller von grossen Enterprise-Lösungen kann es sich leisten, die Sprache zur Datenstrukturierung nicht zu unterstützen. Zu nennen sind hier beispielsweise Microsofts SQL Server ebenso wie Groupwise von Novell oder die Oracle-Produktpalette.




Windows 2000: Noch nie musste die Fachwelt auf den Launch eines Microsoft-Betriebssystem derart lange warten. Schon im Sommer '97 wurde die erste Beta aufgetischt, damals noch unter der Produktbezeichnung NT 5.0. Ein Jahr später folgte die zweite Beta, und Ende April '99 schob man dann die dritte Version nach. Doch das Warten hat sich gelohnt. Mittlerweile liessen sich viele Unternehmen von den Vorzügen des Betriebssystems, insbesondere auch des Active Directory, überzeugen. Durch die zentrale Rolle, die Windows 2000 in Microsofts .Net-Initiative einnimmt, wird das Betriebssystem künftig in unzähligen IT-Systemen eine noch zentralere Rolle einnehmen.




Prozessortaktraten: Geradezu erstaunlich ist die Entwicklung bei den CPU-Taktraten. Noch vor einem Jahr war bei Intel mit 750 MHz das Ende der Fahnenstange erreicht. Mittlerweile stehen wir bei phänomenalen 1,5 GHz. Man rechne! Zwar müssen die Anwendungen noch angepasst werden, um die Rechenpower des Pentium 4 voll auszuschöpfen, doch ging gerade in diesem Bereich die Entwicklung in Riesenschritten voran. Dies dürfte nicht zuletzt dem Kopf-an-Kopf-Rennen zuzuschreiben sein, das sich Intel und AMD im vergangenen Jahr lieferten. Wir sind gespannt auf die Fortsetzung des Taktraten-Grand-Prix im nächsten Jahr.




Linux: Das Open-Source-Betriebssystem ist im praktischen Einsatz mit KDE 2.0 einiges einfacher zu handhaben. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Eroberung der Desktops auf breiter Front auch im nächsten Jahr nicht gelingen wird. Da können Dell und Konsorten noch so viele Initiativen lancieren. Dafür dürfte die Betriebssystem-Alternative im Serverumfeld noch einmal stark zulegen.



Dass uns im nächsten Jahr noch unzählige weitere Technologien beschäftigen werden, versteht sich von selbst. InfoWeek wird sich dieser Themen an vorderster Front annehmen und für Sie Bericht erstatten. Vorerst folgt aber unsere Winterpause. Die nächste InfoWeek-Ausgabe erscheint am 18. Januar 2001. Ich wünsche Ihnen schon jetzt einen guten Rutsch ins neue IT-Jahr.

(rd)

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Wie hiess im Märchen die Schwester von Hänsel?
Antwort
Name
E-Mail
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER