Auf verschiedenen Wegen zur Virtualisierung

Auf verschiedenen Wegen zur Virtualisierung

14. Oktober 2003 - Die Versprechen klingen paradiesisch, die Realität ist noch nicht perfekt: Umfassende Storage-Virtualisierung hat ihre grosse Zeit noch vor sich.
Artikel erschienen in IT Magazine 2003/18

Mit einem SAN allein ist es nicht getan. Auch wenn im idealen heterogenen Speichernetzwerk jeder Server auf jede Storage-Einheit zugreifen kann, sind die Hauptprobleme damit nicht gelöst: Der Datenpfad zwischen dem Speicherbedürfnis auf Serverseite und dem physikalischen Speicherort bleibt fix und muss für jede Anwendung individuell festgelegt werden. Sobald mehr als ein paar Server und Storage-Geräte im Spiel sind, wird die SAN-Verwaltung zum Management-Albtraum.



Ausserdem werden die Speichermedien nur unzureichend genutzt. Studien zeigen, dass in vielen Rechenzentren weniger als die Hälfte der eigentlich vorhandenen Speicherkapazität wirklich belegt ist. Der Rest wird bewusst freigehalten, um im Notfall rasch zusätzlichen Platz bereitzuhalten - oder aber es weiss im Unternehmen schlicht niemand, wieviel Platz auf welchen Medien überhaupt zur Verfügung steht.


Schlagwort Virtualisierung

Neben SAN ist Virtualisierung das derzeit wohl meistgehörte Schlagwort der Storage-Szene. Die Idee ist alt - bereits seit 1994 bietet die Firma Storagetek, die sich als Pionier und Meister des virtuellen Speichers bezeichnet, Disk-Arrays mit eingebautem Virtualisierungsmechanismus an. Volume-Manager-Software, erhältlich zum Beispiel von Veritas, sorgt für die flexiblere Zuteilung von Speicher-Ressourcen. Und in letzter Zeit ist Virtualisierungssoftware auf den Markt gekommen, die - weil geräte- und serverunabhängig - das Versprechen eines allumfassenden Speicherparadieses einlösen will.
Die gemeinsame Grundidee: Storage-Virtualisierung schafft eine Abstraktionsschicht zwischen den verschiedenen Speichermedien und den Konsumenten der Speicherkapazität. Im Normalfall sind dies die Anwendungen, die auf den Servern laufen: Vom Standpunkt des Servers aus präsentieren sich die virtualisierten Speicher-Ressourcen als zusammengefasster Pool mit einheitlichem Zugriff.



Die Anwendung "sieht" nur, wieviel Speicher im Gesamten zur Verfügung steht, und überlässt die Details dem Virtualisierungsmechanismus. Dieser entscheidet, auf welchem physikalischen Medium die Daten gespeichert und mit welchen Massnahmen - Spiegelung, Replikation, hierarchische Migration auf Tape oder andere Medien - für Konsistenz und Sicherheit zu sorgen ist.



 
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