Massimo Sonego, CEO Otego

Massimo Sonego, CEO Otego

1. Juli 2003 - «Open-Source-Software bringt einen exzellenten Value for Money.»
Artikel erschienen in IT Magazine 2003/13

Ihr Unternehmen Otego arbeitet mit Open-Source-Software (OSS). Was hat diese, das proprietäre Produkte nicht bieten?

Das ist je nach OSS-Projekt unterschiedlich. Die wesentlichen Produkte der Apache Software Foundation ASF bilden eine stabile, sichere und auf Standards beruhende Plattform. Die ASF-Lizenz erlaubt es, diese in kommerzielle Produkte einzubinden und damit sehr kostengünstige Unternehmenslösungen aufzubauen - es ergibt sich ein exzellenter Value for Money.



Die Open-Source-Bewegung fusst auf der Freiwilligkeit der Contributors - was passiert, wenn plötzlich niemand mehr Lust hat, die Software weiterzuentwickeln oder zu supporten?

Hinter den ASF-Projekten steht eine grosse Community. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein grosses Softwarehaus eingeht, ist wesentlich höher, als dass ein ASF-Hauptprojekt aus Interesselosigkeit eingestellt wird.



Was steht hinter der hohen Qualität von OSS-Software?

Entwickler im OSS-Umfeld setzen sich einer zahlenmässig weitaus grösseren Schar von kritischen Beobachtern aus als solche, die in sogenannten "Closed Shops" tätig sind. Dies führt zu
starken Persönlichkeiten, die sehr kritik- und lernfähig sind.



Ist Orixo eine Antwort auf die oft gehörten Bedenken, OSS biete zwar hohe Softwarequalität, aber wenig professionell organisierten Support?

Ja sicher; Orixo bietet europaweiten Support für ASF-basierte XML/Java-Produkte an. Mit dem enormen Pool von Informatik-Experten ist Orixo in der Lage, auch für Grossprojekte oder spezielle Probleme Unterstützung anzubieten.



Will Orixo Open-Source-Berater unterstützen, oder handelt es sich um ein Angebot für Unternehmenskunden?

Orixo offeriert Support und Dienste für Unternehmens-Kunden von der Architektur und dem Design von IT-Lösungen bis hin zur Ausbildung.



IBM und HP brüsten sich mit Linux-Unterstützung; kleinere Firmen wie SFI dagegen gehen ein. Ist der Einstieg der "Grossen" der Anfang vom Ende einer lebendigen Open-Source-Szene?

Das denke ich nicht. Gerade IBM hat früh erkannt, dass OSS nicht von Grossanbietern bestimmt werden kann. Kooperationen zwischen Kleinen und Grossen sind üblich und notwendig. Das Potential der an einem OSS-Projekt beteiligten Entwickler übersteigt die Möglichkeiten eines einzelnen Herstellers meis bei weitem. Dadurch sind die Chancen für kleine wie grosse Firmen gleich.

(ubi)

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