So geht's: Online-Rechnungen mit Yellowbill

So geht's: Online-Rechnungen mit Yellowbill

8. April 2003 - Von EBPP wird schon lange geredet – das erste produktiv funktionierende Electronic-Billing-System der Schweiz für die breite Kundenmasse heisst Yellowbill und kommt von der Post.
Artikel erschienen in IT Magazine 2003/07

Online-Banking ist schön, aber nur zum Teil: Nach wie vor quellen die realen Briefkästen mindestens im Monatsrhythmus über vor lauter Rechnungen, die auf konventionellem Postweg verschickt werden. Eigentlich unnötig: Wenn man schon elektronisch bezahlt, könnte doch auch die Rechnungsstellung online statt auf Papier erfolgen. Die Rede ist dabei nicht von einer automatischen Abbuchung wie beim eher unbeliebten LSV oder Debit Direct, bei dem falsche Rechnungen erst nach der Belastung beanstandet werden können, sondern von einer regelrechten Rechnung, bei der das Konto erst durch die explizite Bezahlung per Mausklick tangiert wird.


EBPP für den Consumer

Was im B2B-Verkehr schon eher die Regel ist, hält bei Hinz und Kunz - bisher vor allem mangels entsprechender Angebote - nur zögerlich Einzug: Electronic Bill Presentment and Payment, kurz EBPP. Im Idealfall kommt bei einem EBPP-Ablauf überhaupt kein Papier ins Spiel: Die Rechnungsdaten gelangen rein elektronisch vom Rechnungssteller über verschiedene Zwischenstationen zum Endkunden.



Im Unterschied zum klassischen Online-Banking müssen zur Bezahlung der Rechnung keine ellenlangen Referenznummern eingetippt oder mit einem sündteuren Belegleser eingescannt werden: Zur Bezahlung genügt ein Minimum an Mausaktivität. Die B2C-EBPP-Pionierin PostFinance spricht vom "Bezahlen mit drei Mausklicks" - die gewünschte Rechnung wird aus der Liste ausgewählt (Klick 1), die Bezahlung wird ausgelöst (Klick 2) und nach der Kontrolle des nun erscheinenden Belegs bestätigt (Klick 3). Der Hauptvorteil für den Kunden dürfte in diesem einfachen Ablauf liegen. Ausserdem muss er keine Rechnungen mehr ablegen und keine Couverts entsorgen. Zusätzliche Gebühren für die Online-Zahlung fallen auf Kundenseite nicht an.



Den Rahmen für den Yellowbill-Prozess bildet das bestehende Yellownet-Portal der Post. Als Voraussetzung muss der Kunde folglich über ein Gelbes Konto verfügen und den Yellownet-Service aktiv
nutzen: Nur wer regelmässig sein Konto online kontrolliert, kriegt
überhaupt mit, dass eine Rechnung eingegangen ist.



Illustration: Das E-Billing-Netzwerk der Post



 
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