Katastrophen-Vorsorge per IT-Versicherung

Katastrophen-Vorsorge per IT-Versicherung

22. Oktober 2002 - Die Schweizer Versicherungen bieten die unterschiedlichsten Policen an. Um in den Genuss des Versicherungsschutzes zu kommen, sind Präventivmassnahmen allerdings unabdingbar.
Artikel erschienen in IT Magazine 2002/37

Die IT-Infrastruktur ist für die meisten Unternehmen ein unabdingbarer Erfolgsfaktor und muss entsprechend versichert sein. Genügen zur Versicherung von Hardware und Software die ohnehin abgeschlossenen Versicherungen, oder braucht es gesonderte Policen für die IT? Und was ist mit neuartigen Risiken wie Virenbefall oder Hackerangriffen, die von klassischen Betriebsversicherungspolicen nicht abgedeckt werden? Einige Versicherer offerieren spezielle Lösungspakete für diese sogenannten "E-Risiken" - wer braucht eine "IT-Versicherung", was decken entsprecheden Angebote ab und wo liegen die Fallstricke?


Risikopotential beträchtlich

Am Beispiel Computerviren wird es deutlich: IT-Probleme sind nicht mehr ein vernachlässigbares Detail, das allenfalls für einige Programmierer von Belang ist. Fälle wie Melissa, "I love you" und erfolgreiches Hacking im Pentagon haben es in die Ränge der Top-News geschafft: Durch unbenutzbare oder fehlerhaft arbeitende IT-Systeme verursachte Betriebsunterbrüche bringen der Wirtschaft Millionenverluste und vermindern die ohnehin angekratzte Glaubwürdigkeit staatlicher Institutionen zusätzlich. Gemäss einem White Paper der Basler Versicherung verdoppeln sich die finanziellen Verluste durch nicht vorhersehbare IT-spezifische Gefahren im E-Business-Bereich derzeit jedes Jahr.



Viren und ihre Folgen bilden aber nur einen kleinen Teil der E-Risiken. Eine von der Basler Versicherung zitierte FBI-Studie aus dem Jahr 2000 zeigt, dass 24 Prozent der durch E-Risiken verursachten Schäden durch Diebstahl geschützter Informationen entstehen. Finanzieller Betrug, zum Beispiel Kreditkartenbetrügereien bei E-Commerce-Transaktionen, machte 21 Prozent aus, gefolgt von Virenbefall und Internet-Missbrauch (je 11%), Sabotage (10%) und unautorisiertem Zugriff durch Firmeninsider (9%). Das klassische Risiko Laptop-Diebstahl schlägt demgegenüber mit nur gerade vier Prozent zu Buche.



 
Seite 1 von 5

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
Antwort
Name
E-Mail
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER