Schlanke Eleganz mit Höchstleistung

Schlanke Eleganz mit Höchstleistung

14. Mai 2004 - Bestnoten für den neuen Apple-Server: Der Xserve G5 sieht nicht nur schön aus, er bietet zu konkurrenzfähigem Preis auch überdurchschnittliche Leistung.
Artikel erschienen in IT Magazine 2004/10

Der Xserve G5 von Apple, ein 2-Way-Server im Pizzabox-Design mit einer 19-Zoll-Höheneinheit, fällt schon auf den allerersten Blick auf. Das Gehäuse ist in elegantem Mattsilber gehalten, die Frontseite zeigt neben drei Harddisk-Einschüben, einem schlittenlosen CD-ROM-Laufwerk sowie diversen Status-LEDs und diskreten Bedienungsknöpfen zwei grosse Lufteinlässe, die den insgesamt acht je nach der thermischen Situation einzeln zugeschalteten und geregelten Lüftern den nötigen Kühlnachschub liefern. Wäre da nicht das unüberhörbare Betriebsgeräusch, könnte der Xserve glatt als Mittelpunkt in der designermöbelgeprägten Loft fungieren.


Aufgeräumte Hardware mit Spitzenleistung

Der gute Ersteindruck bleibt auch nach dem Öffnen der Abdeckung bestehen. Das Innere wirkt sehr logisch strukturiert, der Verbau der Komponenten vorne die Laufwerke, direkt dahinter die Lüfterbank und die Prozessoren, zuhinterst RAM, Netzteil und PCI-Slots kommt nahezu ohne Kabel aus.
Das Herz des Servers bilden ein oder zwei mit 2 GHz getaktete 64-Bit-Prozessoren vom Typ PowerPC G5, die IBM in einem 90-Nanometer-Prozess fertigt. Jeder Prozessor ist über einen eigenen 1-GHz-Frontsidebus laut Apple derzeit industrieweit einzigartig mit dem Rest des Systems verbunden. Für schnellen Datentransfer sorgt ein von IBM eigens entwickelter System Controller, der dedizierte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen den Subsystemen und dem Speicher zulässt.
Als Arbeitsspeicher dienen bis zu 8 GB PC3200-ECC-SDRAM. Die weiteren technischen Grundfeatures: Drei Serial-ATA-Einschübe für Hotplug-Serial-ATA-Laufwerkmodule mit je 80 oder 250 GB, zwei 64-Bit-PCI-X-Slots, zwei Gigabit-Ethernet-Ports, Firewire- und USB-2-Anschlüsse sowie ein serieller Port zum Anschluss einer Notfallkonsole bei Netzwerkproblemen.




Ein eingehender Leistungstest wäre nur im Vergleich mit anderen 1U-Servern sinnvoll; wir müssen uns hier auf die von Apple publizierten, mit Standard-Benchmarks ermittelten Angaben verlassen. Der Xserve zeigt dank der im Prozessor integrierten «Velocity Engine» mit zwei Floating-Point-Units insbesondere bei fliesskommaintensiven Berechnungen seine Stärken: Im HPC-Linpack-Test übertrifft er mit 9 Gigaflops vergleichbare Dual-3,2-GHz-Xeon-Modelle von IBM (eServer x335) und Dell (PowerEdge 1750). Aber auch profanere Tätigkeiten wie Webserving erledigt er mit Bravour – mit bis zu 16 gleichzeitigen Clients zieht er mit den 2- und 3,2-GHZ-Vergleichsmaschinen von IBM gleich, darüber bringt er laut Apple sogar deutlich bessere Performance.

 
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