Hochzeit mit Hindernissen und ungewisser Zukunft

Hochzeit mit Hindernissen und ungewisser Zukunft

22. März 2002 - Die erhoffte wirtschaftliche Besserstellung nach dem Merger dürfte für die freudige Annahme durch das Compaq-Aktionariat (Ja-Stimmen neun zu eins) eine der Hauptursachen sein.
Artikel erschienen in IT Magazine 2002/11

Die böseste bisher gehörte Bemerkung im Vorfeld der HP-Compaq-Merger-Abstimmungen letzte Woche: Auf die Frage, ob die die Compaq-Aktionäre wohl der Fusion zustimmen werden, erklärte ein Analyst: "Das ist wohl etwa so, als würde man die Angehörigen eines Schwerstkranken fragen, ob man ihn ins Spital bringen sollte." Es sei dahingestellt, ob es Compaq wirklich so schlecht geht, dass nur noch die Hochzeit mit HP langfristiges Überleben ermöglicht; die erhoffte wirtschaftliche Besserstellung nach dem Merger dürfte aber für die freudige Annahme durch das Compaq-Aktionariat (Ja-Stimmen neun zu eins) eine der Hauptursachen sein.


Offiziell alles in Butter

Liest man die offiziellen Verlautbarungen der beiden Fusionskandidaten, könnte die Welt nach dem 19. März nicht besser aussehen. "Wir sind dankbar, dass die HP-Aktionäre die überzeugenden strategischen und wirtschaftlichen Vorteile der Fusion erkannt haben", flötet die HP-Presseerklärung nach der vorläufigen Zwischenerkenntnis, dass eine knappe Pro-Mehreit erreicht worden sei (wobei sich HP nicht nehmen lässt, darauf hinzuweisen, dass ohne die Stimmen der Gründerfamilien eine "entscheidende Mehrheit" resultiert hätte). Weiter im HP-Text: "Mit dieser Unterstützung durch die Shareholder erhält HP die historische Chance, eine Industrie anzuführen, die sich rasant entwickelt, und dabei auf die stolze Geschichte von Innovation und Invention aufzubauen." Hehre Worte, zu denen Compaq nachdoppelt: "In den letzten Monaten hat es eine grosse Welle von Unterstützung von Kunden, Partnern und Aktionären gegeben, die dem Merger günstig gegenüberstehen, sobald sie die strategischen Gründe einmal näher betrachtet haben." Man freue sich bei Compaq über das zwar noch nicht offizielle, aber von der HP-Führung vermutete Jawort.



 
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