Spam: Rette sich, wer kann

Spam: Rette sich, wer kann

9. Dezember 2003 - Antispam-Produkte grassieren auf dem Markt. Für den Unternehmenseinsatz eignen sich nur die aktuellen serverbasierten Lösungen wirklich.
Artikel erschienen in IT Magazine 2003/22

E-Mail ist in. Laut IDC soll das weltweite Volumen an elektronischer Post von unter 10 Milliarden Meldungen im Jahr 2001 bis 2005 geradezu explosionsartig auf 35 Milliarden zunehmen. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit, denn ein guter Teil der Messages ist unerwünscht. IDC spricht von 20 bis 40 Prozent, Gartner von 50 Prozent Spam; die Radicati Group prognostiziert für 2006 einen Spam-Anteil von 39 Prozent, und die EU-Schätzung liegt bei 35 Prozent. Egal, welche Zahl stimmt: "Unsolicited E-Mail" ist lästig und verstopft das Internet - irgendwie muss man dem Problem begegnen.


Inhalte gut abgrenzbar

Verschiedene Studien zeichnen ein klares Bild, was die Motivation der Spammer betrifft: Rund die Hälfte der Spam-Mails befassen sich mit Finanzthemen und versprechen schnellen Reichtum oder Kredite auch bei mangelnder Kreditwürdigkeit. Ein Drittel - im Verhältnis erstaunlich wenig - ist pornografischer Natur, rund 10 Prozent preisen Medikamente und andere gesundheitsbezogene Produkte an; der grosse Renner dabei sind Viagra und verwandte Präparate.



Es sollte also eigentlich ein Kinderspiel sein, mit einem einfachen Textfilter die Spreu vom Weizen zu trennen: Einfach alles unbesehen löschen, was Stichworte wie "Kredit", "Sex", "Viagra" oder "Haarausfall" enthält. Der in manchem E-Mail-Programm integrierte Spamfilter arbeitet meist auf diese Weise.



So einfach geht es aber aus zwei Gründen nicht. Erstens können durchaus auch Mails mit "unpassenden" Begriffen für das Geschäft relevant sein: Englisch "sex" heisst schlicht "Geschlecht" und kommt vom Personalbogen bis zur zoologischen Abhandlung überall vor, und "Kredit" dürfte im E-Mail-Verkehr eines Finanzinstituts ein hoch populärer Begriff sein. Fälschlicherweise weggefilterte Meldungen, sogenannte "false positives", gilt es tunlichst zu vermeiden, damit nicht wichtige Anfragen verlorengehen.

 
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Anti-Spam-Frage Wieviele Zwerge traf Schneewittchen im Wald?
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