Wikis und Blogs im Firmendienst

Wikis und Blogs im Firmendienst

30. Juni 2006 - Die Web-2.0-Anwendungen der ersten Stunde eignen sich als internes Instrument und zur Kundenbindung.
Artikel erschienen in IT Magazine 2006/13

Wikis und Blogs sind die ältesten «Web-2.0-Anwendungen». Jeder kennt die Wikipedia, und kaum einer hat noch nie in einem der unzähligen Blogs geschmökert - mit Autoren vom unbekannten Gewerkschaftsaktivisten bis zum CEO eines Weltkonzerns. Höchste Zeit, sich zu überlegen, ob Wikis und Blogs auch für die eigene Firma etwas bringen könnten.


Wikis: Möglichst einfach

«Ein Wiki ist eine im Web verfügbare Seitensammlung, die von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch online geändert werden kann», definiert die deutsche Wikipedia den Begriff. Der Name lehnt sich ans hawaiianische Wort «wikiwiki» an. Das bedeutet «schnell» und trifft den Kernaspekt bestens: Ein Wiki soll die Bereitstellung von Informationen so einfach wie möglich machen, damit das abgelegte Wissen im Schnelltempo seinen Nutzen entfalten kann.
Zwar gibt es heutzutage auch zahlreiche Content-Management-Systeme, die die Inhaltspflege vereinfachen. Simpler als in einem Wiki geht es aber nicht. Dies verdanken die gegenwärtig knapp 60 verfügbaren Wiki-Varianten vor allem drei Basis-Features:


• Alle berechtigten User können eine bestehende Seite durch simples Anklicken eines Links editieren, der meist am oberen Seitenrand angebracht ist. Die umständliche Navigation in einem Back-end-Bereich, die bei manchem CMS erforderlich ist, entfällt.


• Zum Erfassen der Inhalte braucht man keine HTML-Kenntnisse. Wikis nutzen eine vereinfachte Syntax namens Wikitext, die nur Befehle für die häufigsten Formatieranweisungen wie «Zwischentitel», «fett» oder «kursiv» enthält. Die Idee: Auch absolute Computerlaien sollten die Wikitext-Markup-Sprache in kürzester Zeit beherrschen. Mittlerweile unterstützen fast alle Wikis auch komplexere Formatierungen wie das Einfügen von Bildern und Tabellen. Heutige Wiki-Systeme bieten zudem meist einen WYSIWYG-Editor und erlauben zusätzlich das Einfügen von HTML-Tags.
Sie unterstützen jedoch nach wie vor auch eine Wikitext-Syntax – aber leider nicht alle die gleiche. Trotz Anstrengungen einer Arbeitsgruppe gibt es keinen einheitlichen Standard. Im Wikitext-Format abgelegte Inhalte kann man somit nicht ohne weiteres zwischen den Systemen austauschen.


• Besonders einfach lassen sich Hyperlinks zu anderen Wiki-Seiten einfügen: Statt eines länglichen URL gibt man einfach den Titel der zu verlinkenden Seite an, je nach System auf unterschiedliche Weise: Die ersten Wikis nutzten für Links sogenannte CamelCase-Notation (der Seitentitel ohne Leerzeichen, aber mit Grossbuchstaben dazwischen – «Dies ist eine Seite» wird so zu «DiesIstEineSeite»). Heute sind meistens sogenannte «Free Links» möglich, bei denen der Verlinkungstitel durch bestimmte Zeichen begrenzt werden muss: [[Dies ist eine Seite]].
Neue Seiten erzeugen die meisten Wiki-Systeme automatisch, wenn ein Link mit einem bisher noch nicht existierenden Titel eingetragen wird.

 
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