Office geht auch ohne Office

Office geht auch ohne Office

24. März 2006 - Browserbasierte Office-Dienste bieten heute genügend Power und Funktionalität für die schnelle Büroarbeit zwischendurch.
Artikel erschienen in IT Magazine 2006/06

Die tägliche Büroarbeit lässt sich auch ohne Installation einer Office-Suite erledigen – und damit ist nicht etwa der Rückgriff auf Papier und Bleistift gemeint: Zumindest wenn es nach den Versprechen der immer zahlreicheren Anbieter Web-basierter Office-Anwendungen geht, genügen als Startrampe für die Büro-arbeit künftig ein Browser und ein schneller Internetanschluss.


Viele Einzelapplikationen, einige Suiten

Unsere Marktübersicht zeigt, welche Office-Anwendungen aktuell als kostenlose oder abonnierbare Web-Dienstleistung verfügbar sind. Nicht berücksichtigt sind Office-orientierte Intranet-lösungen, die auf einem Server im eigenen Haus installiert werden – genau aus diesem Grund erscheint auch der Kollaborationsserver Zimbra, der eigentlich als Musterbeispiel für den gekonnten Einsatz der AJAX-Technik für benutzerfreundliche Browser-Anwendungen gilt, nicht in der Tabelle.





Die meisten Browser-gestützten Office-Lösungen befassen sich mit einer Einzelaufgabe: Es gibt Textverarbeitungsprogramme, Spread–sheets, Kalender, Anwendungen fürs Projektmanagement und andere kollaborative Aktivitäten.
Nur zwei Anbieter offerieren ganze Suiten: Thinkfree, schon länger bekannt mit einer preisgünstigen, als konventionelles Paket erhältlichen Bürosuite, stellt seine Java-basierten Applikationen Write (Textverarbeitung), Calc (Tabellenkalkulation) und Show (Präsentation) seit kurzem auch als Online-Service zur Verfügung, in der Grundversion inklusive 30 Megabyte Online-Speicherplatz völlig kostenlos. Die Thinkfree-Suite ist von der Bedienung her stark an Microsoft Office angelehnt, funktioniert einwandfrei und eignet sich durchaus als Office-Ersatz.





Bei gOffice ist das Präsentationsprogramm erst in Entwicklung, dafür gibt es neben den obligaten Text- und Tabellenfunktionen eine Desktop-Publishing-Anwendung mit Vorlagen für Visiten- und «Thank You»-Grusskarten; später sollen weitere Dokumententypen von der Speisekarte bis zum Lebenslauf hinzukommen.
Für die Weiterverwendung generiert gOffice ein hochauflösendes PDF-File, das lokal gesichert, betrachtet und gedruckt werden kann. In Microsoft-kompatiblen Formaten wie doc und xls lassen sich gOffice-Arbeiten nicht sichern – dieses für jede ernsthafte Nutzung unabdingbare Feature wird auf der gOffice-Website zwar in Aussicht gestellt, ist bisher aber offenbar nicht implementiert worden.
Auch der eher dürftige Editor, der mit seiner Beschränkung auf HTML-Formate statt freier Wahl von Schriftart und -grösse wenig zum Experimentieren einlädt, schmälert die Attraktivität.

 
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