Wichtige Daten sicher auf Reisen

Wichtige Daten sicher auf Reisen

20. Juni 2008 - Vor Business-Trips oder anderen Ausflügen in die USA sollte man acht-geben, dass auf mitgenommenen Geräten keine sensiblen Daten lagern.
Artikel erschienen in IT Magazine 2008/12

Bald ist sie wieder da, die grösste Reisezeit im Jahr, die Sommerferien. Neben all den üblichen Sachen wie Badehosen, Schnorchel oder Sonnencreme finden immer öfter auch elektronische Geräte wie Laptops, Handys, MP3-Player, USB-Sticks oder natürlich Digital-Kameras ihren Weg ins Gepäck. Damit am Flughafen durch die Sicherheitskontrollen zu kommen, ist eigentlich kein Problem. Notebooks müssen einfach separat aufs Band gelegt werden, ansonsten geht alles reibungslos. Bis jetzt.


Seit Herbst 2006 ist es möglich, dass man bei Reisen in die USA etwas mehr Probleme mit Notebook & Co. bekommt. Die amerikanischen Zollbeamten haben nämlich das Recht, bei Grenz- und Einlasskontrollen mobile Computer und alle anderen für sie interessanten elektronischen Geräte zu untersuchen. Dazu benötigen sie nur einen Verdacht


Helfen sollen die neuen Sicherheits-Checks auf der Suche nach möglichem, verbotenem oder geschütztem Material sowie auf der Suche nach Terroristen, wie das Department of Homeland Security (DHS) mitteilt. Auch an anderen Zöllen, beispielsweise in Grossbritannien oder Japan, sind solche Untersuchungen der portablen Geräte möglich, wie der Verein der Corporate Travel Executives (CTE) mitteilt. Bei den Briten wird mit dieser Methode beispielsweise auch nach Kinderpornogra-
fie gesucht.


Vorsicht mit Geschäftsdaten

Eingangs haben wir das Problem für privat Reisende beschrieben. Viel härter trifft die Angelegenheit aber natürlich Geschäftsreisende. Erstens sind sie häufiger international unterwegs und zweitens haben sie auf ihren Business-Trips alle mit Vorteil ihre Laptops und Smartphones mit dabei. Und darauf befinden sich in der Regel auch einige sensible Daten.


Schauen wir uns deshalb doch einmal an, was mit dem Mitarbeiter X und seinen Daten alles passieren kann:
Er steigt in den USA aus dem Flieger, geht zum Zoll. Dort wird er aufgefordert, sein Handy und seinen Laptop aus der Tasche zu holen, wenn er für die Beamten verdächtig erscheint. X tut das und wird aufgefordert, die beiden Geräte zu starten. Auch das macht er. Natürlich sind sie mit Passwörtern geschützt, also verlangen die Zöllner diese. Auch die vorher vorgenommene Verschlüsselung einzelner Ordner oder der ganzen Festplatte nützt nichts, auch diese Passwörter müssen genannt werden. Nun wird gesucht und etwas scheinbar Verdächtiges gefunden: Alle Daten auf dem Laptop werden kopiert oder das Gerät wird sogar konfisziert. Was X dagegen tun kann: nichts.


Zwei Bürgerrechtsorganisa­tionen, die Electronic Frontier Foundation (EFF) und der Asian Law Cacus (ALC), haben nun in den USA eine Klage gegen das DHS und seine Methoden eingereicht. Brisant wird die ganze Geschichte vor dem Hintergrund, dass Mitte Mai der «Ninth Circuit Court of Appeals» beschlossen hat, dass sie rechtmässig sind.


Die beiden Organisationen wollen nun wissen, warum solche Durchsuchungen durchgeführt werden und was danach mit den Daten geschieht. Uns teilt das DHS auf die zweite Frage mit: «Gegenstände und Daten, die eingezogen oder kopiert wurden, stehen unter strikter Kontrolle ob und von wem sie angesehen oder zerstört werden dürfen. Alle Informationen können nur nach dem Prinzip «Need to know» für Untersuchungen freigegeben werden.»

 
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