«Die IMS ist der ideale Weg in die Applikationsentwicklung»

«Die IMS ist der ideale Weg in die Applikationsentwicklung»

29. März 2010 - Über die Ausbildung an der Informatikmittelschule (IMS) sprach Alfred Breu mit IMS-Absolvent Lukas Wilhelm.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/04
Lukas Wilhelm (Quelle: Vogel.de)

Herr Wilhelm, was muss man sich unter einer «Informatikmittelschule» eigentlich vorstellen?


Die Informatikmittelschule ist ein Bildungsangebot von Kantonsschulen, die eine ähnlich kaufmännische Ausbildung anbieten, die HMS+, die Handelsmittelschule. Nach absolvierter Sekundarschule beginnt man diese Ausbildung. Sie besteht aus drei Jahren Schule und einem Jahr Praxis in einem Betrieb. Die Ausbildung ist eine sehr gute Grundlage, um danach ein Fachhochschulstudium zu beginnen.

Wieso haben Sie sich für die IMS entschieden?


Ich habe diesen Weg gewählt, weil die Ausbildung mit der kaufmännischen Berufsmaturität der Kantonsschulen eine breitere Ausrichtung als die normale Berufslehre hat. Die Vollzeitschulen unterrichten beinahe doppelt so viele Lektionen als die berufsbegleitende Berufsmaturitätsschule.

Was umfasst denn die Ausbildung?


Eigentlich entspricht die Informatikmittschule der Informatiklehre mit kaufmännischer Berufsmaturität. Wir haben die genau gleichen Module zu absolvieren. Der Unterschied liegt also nur in der Struktur und dem höheren Bildungsteil der kaufmännischen Ausbildung. Wir bekommen die Praxiserfahrung nach erfolgter Grundbildung: Wir gehen dann in ein Vollzeit-Praktikumsjahr.


War es einfach, eine gute Praktikumsstelle zu finden?


Die Stellensuche war wegen der bereits vorhandenen Grundausbildung etwas einfacher als bei der Lehrstellensuche einige Jahre zuvor. Es galt aber den richtigen Zeitpunkt für die Bewerbung zu erwischen, und war doch nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich gehörte eben zu den ersten Lehrgangsteilnehmenden. Damals hatten wir den Eindruck, dass die Firmen nicht unbedingt auf IMS-Praktikanten gewartet haben. Die Wahl des Einsatzgebiets ist auch wichtig, damit man anschliessend im Wunschgebiet tätig werden kann. Ich hatte ein gutes Praktikum in einem guten Betrieb und habe sehr praktische Arbeiten bekommen – ich war bald ein Programmierer.

Was haben Sie nach dem Abschluss gemacht?

Nach diesem Abschluss ging ich direkt an die Fachhochschule, die ich letzten Herbst abgeschlossen habe.


Und wie geht es weiter?

Nun arbeite ich, habe auch schon einmal Informatikmittelschüler/-innen unterrichtet und möchte jetzt vor allem in der Praxis Erfahrungen als Software-Engineer sammeln und vielleicht irgendwann noch den Master-Abschluss machen.

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