Umtriebige IBM-Forscher

27. November 2009

     

Am IBM-Forschungslabor im zürcherischen Rüschlikon wird derzeit an einigen ganz interessanten Technologien gearbeitet, wie ein Blick in die Räumlichkeiten und Arbeiten anlässlich eines Medientages zeigte.



Ein Team rund um Dr. Bert Offrein, Manager der Photonics-Gruppe, forscht an modernen, optischen Datenübertragungslösungen, um den rasant steigenden Geschwindigkeiten und Datenmengen Herr zu werden. Die IBM-Forscher gehen mit der Optik ins Herz der Rechner, hinunter auf die Mainboards. Derzeit arbeitet man an sogenannten Polymer-Waveguides, die Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gb/s pro Waveguide ermöglichen sollen. Um die Daten von einem elektronischen Chip zum anderen optisch zu übertragen, braucht es natürlich einen Transformator. Dieser wird in den IBM-Testlabors aktuell noch auf den Chip oder aufs Mainboard aufgesetzt. Laut Offrein wird die Zukunft aber dahin gehen, dass der Transformator Bestandteil des Chips selber sein wird. In noch entfernterer Zukunft könnte er sogar ein Layer von mehreren in einem 3D-Chip sein und dort gleich die Intra-Chip-Kommunikation übernehmen, meint Offrein.



Weiter zeigte IBM ein neues medizinisches Analyse-Tool auf Basis eines mikrostrukturierten Siliziumchips. Der Chip benötigt nur kleinste Mengen an Flüssigkeit, um Krankheitsmarker, Bakterien oder Viren zu detektieren. Die neue Technologie soll die Testdauer im Vergleich zu herkömmlichen Labortests laut Emmanuel Delamarche, Leiter des Projektes bei IBM Research, signifikant verkürzen.



Schliesslich präsentierte IBM am Medientag auch noch das Konzept eines Lithium-Luft-Akkus, der in Zukunft Elektrofahrzeuge antreiben soll. In den kommenden zwei Jahren wird laut Teodoro Laino vom IBM-Forschungs-team ein erster Prototyp gebaut und getestet.









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