Exchange 17 Mal ausser Haus

Exchange 17 Mal ausser Haus

4. September 2009 - Vordergründig gleichen sich Hosted-Exchange-Angebote in der Schweiz weitgehend. Genaues Hinschauen lohnt jedoch.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/09

Hosted Exchange: Es gibt wohl kaum einen Service, für den es in der Schweiz so viele Anbieter gibt – und kaum einen Service, bei dem sich die Angebote so wenig unterscheiden. Pascal Schmid von Netrics begründet die Ähnlichkeit: «Das Produkt lässt technisch nicht viel Spielraum für Differenzierungen.» Und die Lizenzkosten seien von Microsoft so gestaltet, dass auch punkto Preis kaum Möglichkeiten blieben, sich von der Konkurrenz abzuheben, so Schmid weiter.


Trotzdem finden sich verschiedene Unterscheidungsmerkmale, welche jedoch eine etwas genauere Betrachtung der Angebote voraussetzen. «Die Details der Angebote sind meistens nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Wichtig ist, hierbei zu beachten, dass zum Beispiel Alias-Adressen und Distributionslisten kostenlos in unbegrenzter Anzahl angeboten werden. Ein weiteres Merkmal ist sicher die Postfachgrösse. Viele Anbieter unterstützen lediglich eine begrenzte Speichergrösse, welche nur wenig oder sehr teuer ausbaubar ist», erklärt etwa Philippe Wettstein von Net-Team. Sunrise-Mediensprecher Gottardo Pestalozzi weist zudem auf Punkte wie die Vertragsdauer («Auf wann kann gekündigt werden?») im Zusammenhang mit Flexibilität oder auch auf die eingesetzte Exchange-Version und auf Zusatzleistungen («Bei Sunrise ist die Datensynchronisation mit dem Handy auf dem Sunrise- Mobilnetz kostenlos») hin. Solche Zusatzservices beziehungsweise Individuallösungen spricht auch Gregor Naef von Achermann Consulting an. «Beispiele dafür sind spezielle Kalenderexporte ins Kundenintranet oder ein kunden-eigenes, webbasiertes Mutationstool für Accounts.» Auch die Integration mit Active Directory, damit Single-Sign-on möglich wird, erwähnt Naef.

Und nicht vergessen werden darf der Support. Denn es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als wenn das E-Mail-System während der Arbeitszeit die Mitarbeiter im Stich lässt. Dazu Michael Breitenmoser von Netstream: «Support ist ein wichtiger Bestandteil des gesamten Hosted- Exchange-Pakets. Nicht umsonst unterscheiden sich die einzelnen Anbieter bei der Supportleistung zum Teil massiv.» Auf die Wichtigkeit des Supports weist auch Simon Rickenbacher von der MIT-Group hin. «Ein persönlicher Support mit möglichst regelmässigen beziehungsweise persönlichen Ansprechpartnern ist sehr wichtig. Wenn Exchange nicht mehr läuft, haben Unternehmen in erster Linie einen E-Mail-Ausfall. Bei der heutigen Bedeutung des Kommunika-tionsinstrumentes E-Mail kann dies zu erheblichen Schwierigkeiten mit entsprechender Kostenfolge führen. Für den Fall des Nichteinhaltenkönnens von garantierten Leistungen gibt es vertragliche Klauseln, die in einem solchen Fall zur Anwendung gelangen – im Falle von Service Level Agreements können die Konsequenzen bis hin zu erheblichen finanziellen Ansprüchen reichen.»


(mw)

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