Die Regeln der Überwachung

Die Regeln der Überwachung

14. Juli 2009 - Ein wesentlicher Aspekt des Netzwerk-Monitorings ist auch die Überwachung der User in Unternehmen. Doch wie viel Überwachung ist erlaubt, und wie ist dabei vorzugehen?
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/08

Schon vor der Einführung der Informatik und insbesondere des Internets durften die Mitarbeiter eines Unternehmens überhaupt nicht oder sicher nicht den ganzen Tag am Arbeitsplatz Zeitung lesen oder mit Freunden telefonieren. Mindestens in Grossraumbüros war das Verhalten der Mitarbeiter leicht zu überwachen. Mit der Einführung der Informatik verschmolzen die Mittel für diese persönlichen Tätigkeiten mit den Arbeitswerkzeugen, die klare Trennung zwischen privater und geschäftlicher Tätigkeit aufgehoben. Und dadurch, dass nun alles im Netz läuft, ist vieles – etwa die Tätigkeiten der Mitarbeiter, aber auch die Kontrolle derselben durch den Arbeitgeber – nicht mehr offensichtlich.


Für die rechtliche Beurteilung des Netzwerk-Monitorings in den Unternehmen und für vernünftige Regelungen ist das Bewusstsein dieser Veränderung in der Arbeitswelt wichtig. Die Verunsicherung durch den Einsatz von Informatik darf nicht zur Überreaktion führen, jedoch muss man sich der Problematik des technischen Umfelds im klaren sein.


Missbrauch der Informatik

Von einem Missbrauch der Informatik durch Mitarbeiter ist dann auszugehen, wenn die entsprechende Nutzung den Arbeitgeber schädigt. Wann dies der Fall ist, ist keine juristische Frage, sondern eine Frage der Informatik und der Unternehmensorganisation. Ein Schaden kann dem Unternehmen insbesondere durch eine Übernutzung der Systeme, durch die Schädigung der Systeme zum Beispiel durch das fahrlässige Herunterladen von Viren und Würmern, aber auch durch den Verlust von produktiver Arbeitszeit entstehen. Der Ruf des Unternehmens nimmt Schaden durch den Versand von E-Mails über einen Unternehmens-Account mit widerrechtlichen Inhalten oder mit Inhalten, die der Ansicht des Unternehmens zuwider laufen, sowie durch entsprechende Publikationen über die IP-Nummer des Unternehmens.

 
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