Apple iPhone 3G und HTC Touch Pro reloaded

Apple iPhone 3G und HTC Touch Pro reloaded

14. Juli 2009 - Seit Juni stehen die neuen Modelle HTC Touch Pro 2 und Apple iPhone 3G S in den Regalen. Swiss IT Magazine hat sie getestet und zeigt, was sie Neues können und leisten.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/08

HTC wie Apple haben ihre Touch-Smartphones einer Generalüberholung unterzogen, um im umkämpften Markt mit vielen, vielen neu erschienenen und noch erscheinenden Geräten mithalten zu können. Seit kurzem sind die neuen Modelle auch bei uns in der Schweiz erhältlich.




iPhone 3G S

Äusserlich unterscheidet sich das neue iPhone 3G S überhaupt nicht von seinem Vorgänger. Es sieht genau so aus, ist genau so gross und wiegt fast genau so viel. An der Hülle hat Apple nur etwas verändert, und zwar hat man das Display mit einer fettabweisenden Schicht überzogen. Diese verhindert zwar keine Fingerabdrücke, sie sind aber weniger schlimm und deutlich einfacher wegzuwischen.


Die grossen Neuerungen des iPhone 3G S, das von Haus mit dem neuen iPhone OS 3.0 und damit Funktionen wie Copy&Paste, Voice Recording oder Tethering ausgeliefert wird, stecken unter der Haube. Der Zusatz «S» im Produktenamen verrät es bereits: Das neue Apple-Mobiltelefon soll mehr «Speed» aufweisen. Dazu hat man einen schnelleren Prozessor, die neuste ARM-Generation mit 600 MHz Taktfrequenz, und doppelt soviel RAM (256 MB) verbaut. Damit startet das iPhone 3G S nicht nur viel schneller auf, auch das Wechseln zwischen den einzelnen Applikationen und das Öffnen von Programmen ist deutlich schneller als beim Vorgänger. Es stellt sich allerdings die Frage, wie lange das so sein wird. Bestimmt werden Entwickler demnächst die neuen Hardwaremöglichkeiten mit besseren oder erweiterten Applikationen ausreizen.

Der Zusatz «S» könnte aber auch bedeuten mehr «Speicher». Apple bietet sein Smartphone neu nämlich mit 16 und 32 GB Speicherplatz an. Das kommt einem bei einer weiteren, grossen Neuheit des 3G S zugute, der neuen Kamera. Mit ihr kann man nämlich Fotos in grösserer Auflösung knipsen (3,2 Megapixel) und Videos in VGA-Auflösung aufnehmen. Damit braucht man automatisch mehr Speicherplatz ... Ausserdem verfügt die Kamera neu über einen Auto- und einen manuellen Fokus. Mit einem einfachen Fingerdruck auf das Display kann ich festlegen, was scharf gestellt werden soll. Das funktionierte im Test sehr gut und die Fokussierung ging schnell, sie ist also auch für Schnappschüsse geeignet. Weniger Freude bereitete die integrierte Schneid-Funktion für aufgenommene Videos. Einmal bearbeitet, sind die Rohdaten nämlich weg. Aber es gibt Licht am Horizont: Apple wird das Problem mit dem iPhone OS 3.1 beheben.


Oder steht «S» für «Sprache»? Das iPhone 3G S lässt sich nämlich neu auch sprachsteuern. Ein langer Druck auf die Home-Taste aktiviert die Spracherkennung. Ohne vorheriges Aufnehmen von Stimmproben kann man direkt loslegen. Die Suche nach Namen und Kontakten beziehungsweise das Anrufen funktionieren einigermassen. Bei ähnlichen Namen wurde schon einmal der falsche gewählt. Für die Musikwiedergabe ist die Sprachsteuerung noch nicht geeignet. Im Test klappte es praktisch nie. Das mag einerseits an der grossen Musik-Bibliothek mit vielen Dateien liegen, andererseits scheint die Software mit englischen Namen oder anderen anderssprachigen Begriffen Mühe zu haben. Unser Fazit fällt deshalb negativ aus.


Ob all der Neuerungen hält der Akku des iPhone 3G S länger. Länger bedeutet in diesem Fall aber nur ein paar Stunden. Dass das Gerät beziehungsweise der Akku bei grosser Belas-tung heiss wird, wie aktuell oft berichtet wird, können wir bestätigen. Aber das war beim Vorgänger schon genau dasselbe.

 
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