Scrum: agil und akzeptiert

Scrum: agil und akzeptiert

14. Juli 2009 - In der Software-Entwicklung hat sich Scrum etabliert, weil dieses Vorgehen Transparenz, messbare Resultate und schliesslich ein brauchbares Ergebnis liefert. Die Vorteile hat Ken Schwaber, einer der Gründerväter von Scrum, an einer Tagung der SwissICT deutlich gemacht.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/08

Nur etwa die Hälfte aller Projekte kommen mit der traditionellen «Wasserfall»-Methode zum geplanten Ziel, so das Fazit von Ken Schwaber zur «klassischen» Software-Entwicklung. Die Ursache ortet er in der Schwierigkeit, dass der Auftraggeber erst zu einem sehr späten Zeitpunkt Einblick in den Entwicklungsstand erhält. Falls sich in der Zwischenzeit die Anforderungen geändert haben – was eher die Regel als die Ausnahme darstellt –, so bleiben diese Veränderungen unberücksichtigt.





Neue Aufgaben nach dem Sprint

Hier setzt Scrum an, das ein Framework und damit quasi ein Grundgerüst für die Projektabwicklung darstellt, aber keine detaillierte Methodik mit festgeschriebenen Prozessen und Werkzeugen bietet. Das entspricht dem Gedanken des «Agile Manifesto» (www.agilemanifesto.org), das den Mensch und die Kommunikation in den Vordergrund stellt. Entsprechend baut Scrum auf sich selber organisierende Entwicklerteams auf, die innerhalb eines kurzen Zeitraums von üblicherweise etwa einem Monat eine vorher festgelegte Funktionalität entwickeln. Am Ende eines solchen so genannten «Sprints» legen Auftraggeber, Projektleitung und Entwickler gemeinsam fest, welche Aufgaben als nächstes anzupacken sind.



Auf der einen Seite bedeutet dies, dass die Ziele für jeden Block neu definiert werden und somit Änderungen an den Anforderungen jederzeit einfliessen können. Auf der anderen Seite bringt dieses Vorgehen die gewünschte Transparenz für den Auftraggeber über den Stand des Projekts. Das ist einer der grossen Vorteile von Scrum: Der Auftraggeber weiss jederzeit, wo das Projekt steht, und kann sofort eingreifen, wenn etwas schief läuft.


 
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