Höhere Berufsbildung in der Informatik lancieren

Höhere Berufsbildung in der Informatik lancieren

14. Juli 2009 - Ein Viertel der Schweizer mit Berufsabschluss verfügt über einen Abschluss der höheren Berufsbildung. Bei der Informatik ist der Anteil verschwindend klein. Warum? Da die Anforderungen
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/08

Ein Viertel der Schweizer mit Berufsabschluss verfügt über einen Abschluss der höheren Berufsbildung. Bei der Informatik ist der Anteil verschwindend klein. Warum? Da die Anforderungen an die Fachleute laufend steigen, ist hier anzusetzen. Schlussendlich gilt auch für unser Berufsfeld, dass die Qualität einer Dienstleistung nur so gut sein kann wie die Qualität der sie leistenden Berufsleute. Das schweizerische Berufsbildungssystem ist bestens geeignet, auf die Anforderungen der Informatik der Zukunft vorzubereiten.



Für die vielen Quereinsteiger/-innen ohne eidg. Fähigkeitszeugnis der Informatik wurde die Möglichkeit geschaffen, dieses über ein Gleichwertigkeitsverfahren zu erwerben, allenfalls mit Ergänzungsbildung verbunden. Damit belegt man die Kompetenz der Fachperson und schafft die Voraussetzung für die nächste Stufe.



In privat angebotenen Lehrgängen kann man sich danach auf die Berufsprüfung vorbereiten und den eidg. Fachausweis erwerben. Diese Stufe bereitet auf die Führung von komplexen Informatikprojekten und Entwicklungsteams vor. Nach diesem geht es zur nächsten Stufe, der höheren Fachprüfung, die mit dem eidg. Dipl. Informatiker abschliesst und auf die Führung mehrerer Teams und komplexer Projekte vorbereitet. Das alles geschieht berufsbegleitend, kostet also in der Regel kaum Absenzzeiten.



Allmählich bieten auch die höheren Fachschulen “höhere“ Informatikbildung an. Bisher waren die ursprünglichen Technikerschulen auf die Ausbildung von Umsteigern ausgerichtet. Neu und für die Informatiker der Applikationsentwicklung von Interesse ist die höhere Fachschule Wirtschaftsinformatik, ein 2-jähriges Vollzeit- oder 3-jähriges berufsbegleitendes Studium. Nachdem aber jährlich ca. 6’000 Hochschulinformatiker in die Schweiz gelockt werden, ist das Studium an einer Fachhochschule zu empfehlen. Auch hier gibt es die Möglichkeit des Vollzeit- und des berufsbegleitenden Studiums.



Der Import von Fachkräften ist eine Möglichkeit, den Mangel von Informatikern/-innen auszugleichen. Viel besser ist es, die Informatikprofis selbst auszubilden. Die Möglichkeiten sind da.





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