Standards für Linux-Qualifikation

Standards für Linux-Qualifikation

6. Februar 2009 - Im Rahmen der «informatica08» organisierten die Schweizer Fachverbände SwissICT und /ch/open als Sponsoren gemeinsam mit dem Linux Professional Institute LPI Prüfungen zur Förderung der Ausbildung in Linux und Open Source Software in der Schweiz. Die Prüfungsgebühren der 50 besten Teilnehmer wurden dabei von SwissICT und /ch/open komplett übernommen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/02

Das Linux Professional Institute (LPI) entwickelt seit zehn Jahren professionelle Zertifizierungen für das Betriebssystem Linux unabhängig von Softwareherstellern, Linux-Distributoren und Schulungsanbietern. Diese Zertifizierungen gelten mittlerweile als weltweiter Standard für die Qualifikation von Administratoren, Systemingenieuren und Entwicklern im Umfeld von Linux und Open Source. Das LPI hat seit der Einführung seines LPIC-Zertifizierungsprogramms bis heute weltweit über 195‘000 Prüfungen und über 62‘000 Zertifizierungen vorgenommen.

Auch in der Schweiz ist das LPI in den Fachkreisen inzwischen sehr bekannt. In jeder grösseren Schweizer Stadt werden LPI-Vorbereitungskurse angeboten, bevorzugt bei den offiziellen Partnern des LPI (ATP Approved Training Partners). Auch in den Bereich der allgemeinen Bildung und der Berufsfachschulen zieht das LPI mit seinem akademischen Partnerprogramm (LPI AAP) zunehmend ein.


Verbesserung der beruflichen Chancen

Durch eine beispielhafte gemeinsame Initiative der Schweizer Fachverbände SwissICT und /ch/open sind im vergangenen Jahr Schweizer Auszubildende bei der Ausbildung in Linux und Open Source Software durch Angebote mit LPI-Prüfungen gezielt gefördert worden. Das LPIC-Zertifizierungsprogramm umfasst insgesamt drei unterschiedliche Qualifizierungsstufen, mit denen das Fachpersonal über viele Jahre hinweg sein fachliches Know-how bei einer unabhängigen Abnahmestelle unter Beweis stellen kann. Die erste Stufe ist als Basisqualifikation im Bereich Linux für Auszubildende an Berufsschulen im Bereich Informatik und auch für Studenten in den ersten Semestern gut geeignet. Zwar sind die beiden Prüfungen anspruchsvoll, breit gefächert und dementsprechend nicht leicht zu bestehen. Sie sind aber vom Qualifikationsprofil her, das den Prüfungen zugrunde gelegt ist, für «Junior Administratoren» vorgesehen.


Die beteiligten Schweizer Fachverbände betonten bei der Ankündigung der Aktion besonders die Verbesserung der beruflichen Chancen für die Auszubildenden durch das Vorweisen von Linux-Fachwissen, das bei allen LPI Prüfungen intensiv getestet wird. Sie wiesen auch ausdrücklich darauf hin, dass ein Grossteil des Internets und viele Firmen mittlerweile auf Linux und Open-Source-Software setzen und eine LPI-Zertifizierung somit eine Investition in die eigene Zukunft ist. Ein wichtiger Vorteil des weltweit anerkannten LPI-Standards ist dabei, dass der Zertifizierte seine Qualifikation wegen der hohen internationalen Bekanntheit überall auf der Welt nutzen kann. Somit kann er auch bei beruflichen Einsätzen in anderen Ländern von seiner LPI- Zertifizierung profitieren.

 
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