Preise für PCs und Notebooksweiter im Sinkflug

Preise für PCs und Notebooksweiter im Sinkflug

6. Februar 2009 - 2008 wurden in der Schweiz sage und schreibe 15 Prozent mehrPCs und Notebooks verkauft. Der Durchschnittspreis für ein Notebook sank in den letzten sieben Jahren jährlich um 12,5 Prozent.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/02

Schweizer Unternehmen und Privatpersonen kaufen weiterhin fleissig neue Rechner, obwohl die Schweiz bereits seit Jahren eine sehr hohe Installationsrate aufweist. Gemäss dem von Robert Weiss Consulting herausgegebenen «Weissbuch 2009 – Der ICT-Marktreport Schweiz» wurden im vergangenen Jahr 1,72 Millionen PCs und Notebooks verkauft. Dies entspricht einem Wachstum von 15,1 Prozent gegenüber 2007. Da die Preise für mobile und Desktop-Rechner weiter rapide sanken – über die letzten sieben Jahre um durchschnittlich 12,5 Prozent pro Jahr – konnte der Umsatz nicht mal mehr stabil gehalten werden, er sank gemäss der Studie um 1,9 Prozent auf 1,962 Mrd. Franken.



Ein Notebook für den Geschäftseinsatz kostete in der Schweiz vor sieben Jahren im Durchschnitt 3500 Franken. Heute liegt der Durchschnittspreis bei knapp 1398 Franken. Ein Notebook für Privatnutzer kostet heute im Durchschnitt 1036 Franken, verglichen mit 2550 Franken vor sieben Jahren. Zum starken Preiszerfall dürften auch die Netbooks beigetragen haben. Der Anteil der Winzlings-Notebooks am Gesamt-Notebook-Markt beträgt für den Privateinsatz bereits 10,2 Prozent, während sie im Geschäftsumfeld lediglich auf 1,3 Prozent Anteil kommen. Die Netbooks und auch ihre grösseren Geschwister, die klassischen Notebooks, machen mittlerweile den überwiegenden Teil der verkauften PCs aus: von den 2008 abgesetzten 1,72 Millionen Rechnern (ohne Server) waren 994’000 Notebooks – 464’000 Geräte für Geschäfts- und 530’000 für Privatnutzer.



In der Schweiz sind gemäss der Erhebung mittlerweile 7,36 Millionen PCs und Notebooks im Einsatz. Dies entspricht einem Wachstum von 6,2 Prozent bei einer Entsorgungsrate von ungefähr 14 Prozent gegenüber 2007. Darin eingerechnet sind Geräte an Arbeitsplätzen und in Privathaushalten. 2,13 Millionen Stück sind PCs an Arbeitsplätzen, 1,95 Millionen Geschäfts-Notebooks, 1,7 Millionen PCs in Haushalten und 1,58 Millionen Notebooks von Privatpersonen.



Der Markt für in der Schweiz zusammengebaute Rechner verliert weiter an Bedeutung. Gemäss der Weissbuch-Studie sank der Absatz bei den Schweizer Deskop-PCs im letzten Jahr um 16,2 Prozent auf 121’000 Geräte. Schweizer Notebooks verlieren allerdings noch mehr an Bedeutung. Im letzten Jahr sollen nur noch 12’000 Geräte abgesetzt worden sein. Das entspricht einem Rückgang von 35,8 Prozent. «Der Assemblierer-Markt passte sich dem allgemeinen Trend des ständigen Preiszerfalls nur schwer an und hat weiterhin entsprechende Probleme», sagt Robert Weiss, der Autor der Studie. Es sei für Schweizer Hersteller «extrem schwierig», in dem Markt mitzuspielen, sagt Weiss. Dies gelte vor allem für mobile Systeme (Notebooks). Aus diesem «Abenteuer» hätten sich die meisten Schweizer Anbieter ganz zurückgezogen oder böten Geräte von bewährten Herstellern an, so Weiss weiter. Es gibt aber dennoch einen Markt für «PCs Made In Switzerland». Schweizer Assemblierer sind gemäss Weiss dann nach wie vor erfolgreich, wenn sie auf Nischenprodukte setzen oder aber mit eigenen Verkaufspunkten in der ganzen Schweiz aufwarten können. Als Beispiele gibt Weiss die grossen Schweizer Hersteller wie Steg, Brack und Littlebit an.



Die Studie listet neben den Schweizer Herstellern auch die Absatzzahlen der internationalen Brands. Als den «grossen Abräumer» bezeichnet Weiss HP, der ausser dem Netbook-Markt, in dem Acer dominiert, alle Segmente beherrscht. HP verfügt mittlerweile über einen Marktanteil von 30,7%, gefolgt von Dell (14,2%), Acer (14,1%), Apple (9,9%) Lenovo (6,3%), Fujitsu Siemens Computers (4,3%), Asus (4,1%), Toshiba (3,5%), Steg (2,4%) und Sony (2,1%).





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