Start-up Oxygen at Work

Dschungel as a Service - tief durchatmen

Dschungel as a Service - tief durchatmen

(Quelle: Oxygen at Work )
9. November 2019 - Das Zürcher Start-up Oxygen at Work macht Büros schöner, Immobilien umweltfreundlicher, Mitarbeiter gesünder und damit die Jahresbilanz hübscher - dank einem mietbaren Dschungel fürs Büro.
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/11
Oft beginnt bei Start-ups alles mit einem guten Pitch. Diesen hat Manuel Winter, CEO und Co-Gründer von Oxygen at Work, intus. "Wir kombinieren natürliche Pflanzen mit moderner Technologie, sprich IoT-Sensorik und Big Data Analytics, um die Luftqualität im Innenraum zu verbessern", beschreibt Winter das Produkt von Oxygen at Work. Die Vorteile würden auf der Hand liegen, so der CEO weiter: "Unser Ziel ist es zum einen, mit der Luftqualität die physische und die mentale Gesundheit der Arbeitnehmer zu verbessern. Zweitens sollen diese Effekte aber auch genutzt werden, um das Gebäude möglichst energieeffizient zu machen. Kunden können somit etwa weniger lüften oder heizen und damit Energie einsparen." Der Grossteil der Kundschaft von Oxygen at Work sind daher Arbeitgeber, die ihre Büros schöner, gesünder und umweltverträglicher gestalten wollen.

Das Vorhaben ist an und für sich schon löblich, das gut zwei Jahre alte Unternehmen von Winter und seinen Geschäftspartnern trifft damit aber auch den Zeitgeist. Während Greta Thunberg die Lenker dieser Welt überzeugen kann, etwas für das Klima zu tun, ziehen auch im freien Markt die Argumente für nachhaltigeres Wirtschaften besser. Glücklicher Zufall oder brillanter Geschäftssinn? Wer weiss.
Das Team von Oxygen at Work mit den Gründern Joel Bloch (2.v.l.), Rita Salathé (3.v.l.) und Manuel Winter (5.v.l.).
Die mietbaren Planzen von Oxygen at Work sind gut für die Mitarbeiter, fürs Klima und für das Auge.
Auf dem Web-basierten Dashboard lassen sich zahlreiche Werte zur Luftqualität und auch zum Energieverbrauch auslesen.


Wo sich Statistik und Natur treffen

Die Konzepte für den Innenraum bestehen aus einer umfangreichen Begrünung des Innenraums, welche die Luftqualität verbessert, sowie IoT-Sensorik, die diese misst. Bei den Pflanzen werden bevorzugt Exemplare verwendet, die visuell ansprechend sind, viele Schadstoffe aus der Luft absorbieren und Luftfeuchtigkeit abgeben. Weiter stellt Oxygen at Work auch ein Web Dashboard für den Kunden zur Verfügung, mit dem man sich einen Überblick zum Status und zur Verbesserung der Luftqualität verschaffen kann. So erhält der Kunde eine Übersicht zu eingesparter Energie und CO2, die sich etwa für den Jahresbericht des Unternehmens verwenden lässt.

Die Grundlage für die Geschäftsidee und die Raumkonzepte liefert derweil die Wissenschaft: In zahlreichen Studien (unter anderem von der NASA) hat man sich mit der Luftqualität beschäftigt und mit den Pflanzen, welche diese anheben können. "Heute arbeiten wir aber vor allem mit eigenen Daten aus der echten Welt", erklärt der CEO und fügt an: "Wir haben pro Raum einen Sensor für die Luft, weiter nutzen wir eine Reihe von Metadaten." Dies sind etwa Raumcharakteristika, Wetterdaten, die Lage der Immobilie, die Anzahl und Art der Geräte im Raum und viele mehr – je nach Situation, wie Winter angibt. Interessanter Fakt: In gut zwei Jahren Messungen konnte Oxygen at Work rund 200 Millionen Datenpunkte sammeln.
 
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