Weiterbildung in der IT: So unterstützen Schweizer Unternehmen ihre Mitarbeitenden

Weiterbildung in der IT: So unterstützen Schweizer Unternehmen ihre Mitarbeitenden

Weiterbildung in der IT: So unterstützen Schweizer Unternehmen ihre Mitarbeitenden

(Quelle: iStock Photo)
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/04
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30. März 2019 -  Permanente Weiterbildung ist für einen Informatiker ein Muss, ohne die Unterstützung des Arbeitgebers aber fast nicht zu stemmen. Doch wie steht es um die Unterstützung seitens der Schweizer Unternehmen. Nach welchen Kriterien wird die Unterstützung gesprochen, welche Art der Ausbildung wird als sinnvoll erachtet und wie wichtig ist es bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern, Weiterbildungen zu unterstützen? Wir haben bei einem Dutzend Unternehmen nachgefragt.
Lebenslanges Lernen ist für IT-­Fachkräfte unabdingbar, um die Arbeitsmarktfähigkeit zu erhalten und auch um bezüglich Know-how aktuell zu bleiben (siehe auch Artikel ab S. 32). Oder wie Heiko Lambach, VP Human Resources bei Sensirion es ausdrückt: "ICT-Kräfte sind heute unersetzlich – solange sie täglich dazulernen können und wollen."

Lebenslanges Lernen allein in der Freizeit neben dem 100-Prozent-Job zu stemmen, dürfte aber zunehmend ein Ding der Unmöglichkeit sein. Es braucht die Unterstützung des Arbeitgebers bei den laufenden Lernbemühungen. Doch wie halten es Schweizer Unternehmen dabei, Ihre IT-Fachkräfte weiterzubilden? Wir haben bei rund einem Dutzend ausgezeichneter Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Grössen nachgefragt – ausgezeichnet in dem Sinne, dass diese Unternehmen in jüngerer Vergangenheit als besonders guter Arbeitgeber beziehungsweise Ausbildungsbetrieb gekürt wurden, durch Kununu etwa oder die Organisation Great Place to Work.

Weiterbildung hat hohen Stellenwert

Durchgehend alle befragten Unternehmen erklären, dass die Weiterbildung der ICT-Fachkräfte einen hohen Stellenwert hat. So beispielsweise beim Migros-Genossenschafts-Bund (MGB). Sévérine Reusser, Leiterin Personalentwicklung und IT-Bildung: "Die Weiterbildung ist für alle unserere Mitarbeitenden sehr wichtig, schliesslich haben wir die Mission, uns in der Migros-­Gruppe als verlässlicher Partner für innovative Business Solutions zu etablieren und unsere Kunden bei der Digitalisierung zu begleiten. Dies schaffen wir nur, wenn sich alle Mitarbeitenden kontinuierlich weiterentwickeln. Die Unterstützung von Weiterbildung ist dabei ein wichtiger Aspekt." Reusser fügt allerdings an, dass Mitarbeitende nur zu einem kleinen Teil in formalen Settings lernen. Die grössten Lernpotenziale würden sich in der täglichen Arbeit und im Austausch mit anderen Menschen erschliessen. "Aus diesem Grund haben wir mit dem Team People-, Skills- und Ressourcenmanagement einen Bereich aufgebaut, der den Kompetenzaufbau strategisch und systematisch unterstützt. Ziel ist es einerseits, die Entwicklung der Mitarbeitenden durch gezielte Weiterbildung auf allen Ebenen nachhaltig zu fördern. Und andererseits auch an unseren organisationalen Rahmenbedingungen zu arbeiten, um das Lernen ganzheitlich zu fördern."

In eine ähnliche Richtung gehen auch die Angaben von Adrian Brunner, Leiter HR bei Cisco Schweiz. Er sagt: "Die rasante Weiterentwicklung in der ICT bringt es mit sich, dass es bei Cisco keine 'fertigen' Berufsprofile gibt. Und so gibt es auch keine scharfe Abgrenzung, was zur Weiterbildung gehört. Permanentes Lernen ist tägliches Brot. Zudem gewinnen neue Lerngewohnheiten immer mehr an Bedeutung, bei denen der aktive Wissenstransfer von Mitarbeiter zu Mitarbeiter über interne (Lern-) Plattformen stattfindet. Weiterbildung ist damit weit mehr als vom Unternehmen finanziell oder mit Arbeitszeit unterstützte Kurse und Schulung. Weiterbildung ist vielmehr eine Haltung, die gefördert wird und bei Cisco einen immensen Stellenwert hat."
 
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