Start-up Ofri

Digitale Handwerkersuche

Digitale Handwerkersuche

(Quelle: Ofri)
2. März 2019 - Das Zürcher Start-up Ofri will der Handwerker-Branche beim Sprung in die digitale Welt unter die Arme greifen und bringt Auftraggeber und -nehmer zusammen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/03
Im Jahr 2011 von Benny Hertach gegründet, erlaubt es die Handwerkerplattform Ofri Kunden, Aufträge zu verschiedensten Handwerkerarbeiten zu erfassen. Nutzer erhalten daraufhin verschiedene Kostenvoranschläge, und zwar direkt von Handwerkern aus der Region. Die Nutzung für Auftraggeber ist gratis, während Auftragnehmer das Portal als zusätzliche Möglichkeit nutzen können, Auftragsengpässe zu überbrücken und Neukunden zu akquirieren. Ofri positioniert sich dabei als klassisches B2C-Portal. Die Zielgruppe besteht also fast ausschliesslich aus Privatpersonen. Der Fokus auf die Handwerkerbranche bringt dabei einige Besonderheiten mit sich: "Was das Handwerk von anderen Branchen unterscheidet, ist der Punkt Vertrauen", betont Hertach, der sich schon an der Uni durch seine Masterarbeit mit dem Thema Internet-Start-ups beschäftigte. "Anders als bei Plattformen wie etwa Uber gibt es hier eine höhere Informationssymmetrie: als Laie kann man schlechter einschätzen, ob die Arbeit fachmännisch ausgeführt wurde, oder ob man objektiv beraten wurde." Und die Nutzer von Ofri sollen den angeforderten Fachpersonen vertrauen können, schliesslich gewähren sie ihnen ja den Zugang in die eigenen vier Wände.

Ofri setzt daher besonders stark auf das Thema Transparenz. "Wir helfen den Konsumenten, die passenden Handwerker zu finden, die einen Auftrag in guter Qualität und vernünftiger Frist zu einem angemessenen Preis erledigen können", so Hertach. Ganz entscheidend dabei sind die Bewertungen, welche Kunden nach jedem durchgeführten Auftrag abgeben können.
Das Team hinter Ofri besteht aus Corina Burri (Marketing & Kommunikation), Rafal Wojsznis (Lead Software ­Engineer), Silvia Piangou (Marketing & Support) und dem Gründer & Geschäftsführer Benny Hertach (v.l.n.r.). (Quelle: Ofri)
Neben der Handwerker-Vermittlung bietet Ofri auch einen Kostenrechner an, mit dem Kunden die Kostenspanne eines Auftrags aufgrund von tatsächlichen Marktpreisen einschätzen können. (Quelle: Ofri)


Idee & Anfänge

Alles begann dabei mit der bereits erwähnten Masterarbeit, die Hertach 2007 im Rahmen seines Studiums verfasste. "Dabei blieb mir vor allem ein Start-up in Erinnerung, und das war Myhammer. Die haben 2006 mit dem Ausschreibungsprinzip frischen Wind in die Branche gebracht.", so der heutige Geschäftsführer. Musste man sich früher bei der Suche von Dienstleistungen für private Aufträge doch entweder mit Branchen­büchern oder Kleinanzeigen abmühen. "Da jeder schon mal irgendwann irgendeine Dienstleistung gesucht hat, konnte ich mich gut mit dem Konzept identifizieren." Das war Anreiz genug für Hertach, das Konzept auch auf dem Schweizer Markt etablieren zu wollen.

Bevor es allerdings zur Gründung von Ofri kam, verstrich noch einige Zeit, in der Hertach unter anderem eine Stelle als Business-Analyst antrat und auch an anderen Geschäftsideen arbeitete. Der Gedanke von einem Start-up im Bereich der lokalen Dienstleistungen liess ihn aber nicht mehr los, was in einem Konzept für einen Online-Marktplatz und schliesslich einem Prototyp von Ofri resultierte.
 
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