Getestet: Huawei Mate 30 Pro - wenn dem Motor das Benzin fehlt

Getestet: Huawei Mate 30 Pro - wenn dem Motor das Benzin fehlt

Leistungsstarkes Flaggschiff

Zuerst zu den Oberflächlichkeiten und harten Zahlen, bekanntermassen eine Stärke der Huawei-Flaggschiffe. Das Mate 30 in der Pro-Ausführung, die für den Test zur Verfügung stand, kommt mit einem am Rand abgerundeten Horizon-Display, welches sich 88 Grad weit über die Kante hinabzieht. Damit ist der seitliche Schwarze Rand wirklich nur noch ein sehr dünner Strich in der Landschaft, das Display geht also praktisch bis zum Rand des Gerätes. Als Screen dient ein 6,53-Zoll-OLED-Display mit einer Auflösung von 2400 × 1176 Pixel.

Im Inneren arbeitet der neue Kirin 990 5G, ein All-in-One System-on-a-Chip (SoC) mit 5G aus der hauseigenen Chip-Produktion. Das Mate 30 Pro kommt ausserdem mit 8 GB RAM und wahlweise 128 GB oder 256 GB internem Speicher. Angetrieben wird das Kraftpaket von einem Akku mit 4500mAh, der das Turbo-Laden mit 40 Watt unterstützt.

All die Technologie soll entsprechend geschützt sein: Bruchsicheres Frontglas und IP68-Wasser- und Staubschutz-Standard bewahren das Premium-Gerät vor dem Schlimmsten.

Das alles ist nicht billig: Das Mate 30 Pro mit 256 GB Speicher ist in der Schweiz für 1099 Franken zu haben.

Ein Handy – vier Kameras

Auch das Kameramodul, auf welches Huawei traditionell sehr viel Wert legt, lässt sich sehen und besteht aus vier Objektiven: Einer 40-MP-Cine-Kamera, einer Super-Sensing-Kamera mit ebenfalls 40 MP, einer 8-MP-Telezoom-Kamera mit optischem 3-fach Zoom und einem Objektiv mit 3D-Tiefensensor für den beliebten Bokeh-Effekt (Tiefenunschärfe).

Huawei versucht, mit der Kamera allerhand spezielle Szenarien abzudecken – Filmen in der Nacht, Super-Slow-Motion-Aufnahmen mit mehr als 7000 Bildern pro Sekunde und 265-facher Verlangsamung (man soll gar den Flügelschlag eines Kolibris darauf sehen), Zeitraffer und Videos mit Bokeh-Effekt – alles ist dabei. Die Kamerafunktionen sind beeindruckend und funktionieren grundsätzlich, es gibt aber deutliche Grenzen des Machbaren. So erreichten wir mit der Slow-Motion-Funktion bei maximaler Verlangsamung beispielsweise befriedigende Bilder, die beeindruckend aussehen, von Perfektion darf jedoch nicht die Rede sein. Zu viele Artefakte und Unschärfen sind vorhanden, nur mit aussergewöhnlich gutem Licht und längerem Probieren waren unsere Ergebnisse hier akzeptabel.

Im Grossen und Ganzen ist die Kamera aber beeindruckend. Die Bedienung ist einfach, die Ergebnisse sind toll. Hobby-Knipsern erlaubt das Mate 30 das Erstellen von beeindruckenden Bildern, Fortgeschrittene Fotografen werden an den Leica-Linsen und zahlreichen Optionen im Pro-Modus ihre Freude finden.
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