UBS geht beim Support neue Wege

UBS geht beim Support neue Wege

Artikel erschienen in IT Magazine 2011/10
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Bewährungsprobe

Die Grossbank UBS war einer der ersten Kunden von Unblu. «Das war eine sehr grosse Herausforderung, und ein oder zwei Mal hat die Zuversicht etwas geschwankt, aber gesamthaft hat das Projekt sehr gut funktioniert», so Tschäni. «Das Produkt musste sich gerade als erstes da bewähren, wo die Erwartungen und die formalen Anforderungen am höchsten sind. Ausserdem musste alles auf dem bereits etwas in die Jahre gekommenen Internet Explorer 6 laufen, die UBS-Website ist sehr komplex aufgebaut, und natürlich kann man bei der UBS auch nicht mit den Entwicklungswerkzeugen schnell auf den Bankserver zugreifen, wenn etwas nicht auf Anhieb läuft».

Das Projekt startete 2010 mit einer Spezifikation durch den Implementationspartner Adnovum und ging ab Februar 2011 in die produktive Phase. Seit Mai steht die Lösung bei der UBS flächendeckend zur Verfügung und wird für alle Schweizer Kunden und alle E-Banking-Plattformen – sprich: privates E-Banking, Business E-Banking und externe Vermögensverwaltung – verwendet.
Unblu wurde in allen Belangen vollständig in die Infrastruktur der UBS integriert, also unter anderem beim User Interface, Single Sign-On, Monitoring, Logging und beim Audit Trail. Die Integration in die Sicherheitsinfrastruktur, eine Nevis Application Firewall, ist bei Unblu quasi gegeben, da die Lösung mit Javascript und HTML die gleichen Technologien verwendet wie die Website, und sich somit automatisch in die bestehenden Sicherheitslösungen einfügt. «Die Zusammenarbeit mit der UBS und mit Adnovum war hervorragend», resümiert Tschäni, «wir hatten ein sehr intensives Testing und in der Folge eine Verzögerung von einigen Wochen, dafür wurde das Go-Live dann zur Punktlandung, und wir mussten nach der Aufschaltung keine Fixes nachliefern – das Produkt läuft heute noch genau so wie es im April ausgeliefert wurde». Auch bei der UBS kann man, wenn es wirklich nötig ist, kurzfristig ein Update einspielen, aber «das wird dann gar nicht gerne gesehen, und war bei uns zum Glück nicht notwendig», erklärt Tschäni.

Unblu geht in die Cloud

Wie sieht die Situation von Unblu heute aus? «Wir haben weitere grosse Projekte am Laufen, zum Beispiel bei der Zürcher Kantonalbank, wo Unblu in Kürze für den Support des Online Bankings eingesetzt wird. Dank der gemachten Erfahrungen laufen neue Projekte praktisch reibungslos», erklärt Tschäni. Schliesslich ist auch nicht jede Website so komplex aufgebaut wie diejenige der UBS, und viele technische Probleme sind jetzt ausgeräumt. Tschäni: «Wir haben viel gelernt, gerade in Bezug auf eigentlich unwesentlich scheinende Details, zum Beispiel wie ein Browser damit umgeht, wenn die Zeichencodierung einer Seite wechselt oder welche Browser welche Bugs haben bei der Freigabe von nicht mehr benötigtem Speicher.» Mit dem Hintergrund des erfolgreichen UBS-Projekts werden jetzt weitere Support- und Verkaufslösungen umgesetzt, und das nächste grosse Ziel wird angepeilt: Unblu wird eine Cloud-Version der Software erstellen, welche es beispielsweise ermöglicht, dass Menschen gemeinsam auf einer Website einkaufen gehen oder sich gegenseitig bei Problemen helfen. CEO Luc Haldimann betont: «Viele Unternehmen lassen ihre Kunden heute auf der Website alleine. Mit Unblu wollen wir das ändern». (abr)
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