Neuer Energiespeicher lässt sich in zehn Minuten aufladen

(Quelle: Aura Aerospace)

Neuer Energiespeicher lässt sich in zehn Minuten aufladen

(Quelle: Aura Aerospace)
18. Februar 2021 - Aura Aerospace hat mit Powercell einen Energiespeicher für Drohnen vorgestellt, der sich in nur zehn Minuten aufladen lässt. Möglich ist das, weil es sich nicht um einen klassischen Akku, sondern um einen Superkondensator handelt.
Das Startup Aura Aerospace hat mit der Powercell einen Energiespeicher für Drohnen vorgestellt, der sich in gerade mal zehn Minuten aufladen lässt. Gleichzeitig verspricht der Energiespeicher mehr Leistung für schnelle Starts bei kommerziellen Senkrechtstartern. Dies sei nur mit Superkondensatoren möglich, nicht mit klassischen Batterien, so der Hersteller. Gemäss diesem kann die Energiezelle ausserdem 250'000 Mal wieder aufgeladen werden, was sie als hybride Energiequelle in Kombination mit Brennstoffzellen attraktiv macht.

"Zum Start benötigen elektrische Senkrechtstarter-Fluggeräte enorme Energieschübe, die im Vorwärtsflug selten erforderlich sind", so Aura Aerospace. Eben in diesem Bereich soll die Powercell punkten. Denn sie besteht aus einem Superkondensator mit sehr hoher Leistungsdichte, der dadurch besonders starke Beschleunigung ermöglicht. Würde man die Akkus in einem Tesla durch eine gleich massive Powercell ersetzen, würde sich die verfügbare Leistung verdoppeln und das Auto daher deutlich schneller von null auf 100 kommen, sagt das Unternehmen. Bei Drohnen verspricht das ebenfalls schnellere Starts, aber auch sicherere Landungen.

Die Energiezellen haben angeblich auch eine sehr lange Lebensdauer. Nach Angaben des Herstellers sind dies 250'000 Ladezyklen. Im Vergleich dazu erreichen reguläre Lithium-Ionen-Akkus nach etwa 1000 Ladezyklen einen Punkt, an dem ihre Kapazität so weit gesunken ist, dass sie für Smartphones, Laptops und mobile Anwendungen nicht mehr als ausreichend angesehen wird.

Ein zusätzlicher Vorteil sei, dass Superkondensatoren nicht brennbar sind wie Lithium-Ionen-Batterien, so dass sie viel einfacher transportiert werden können, zum Beispiel im aufgegebenen Gepäck einer Fluggesellschaft. Die 10-Kilogramm-Energiezelle ist für grössere kommerzielle Drohnen gedacht und eignet sich laut Hersteller besonders gut für hybride Stromquellen in Kombination mit Brennstoffzellen. Die Powercell sei aber im Prinzip auch für diverse andere Anwendungen von E-Bikes bis zu Ionenantrieben geeignet. (swe)


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