Start-up Timly.com: Ressourcenverwaltung, aber richtig

Start-up Timly.com: Ressourcenverwaltung, aber richtig

(Quelle: Timly)
4. Juli 2020 - Das Zürcher Start-up Timly.com ermöglicht Firmenkunden mit einer Cloud-basierten SaaS-Plattform die Verwaltung der wichtigsten Firmen-Ressourcen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/07
Entstanden aus einer Kooperation mit der Bauunternehmung Lang aus Mainz, Deutschland, hat es sich das in Zürich ansässige Start-up Timly.com zum Ziel gesetzt, ein ungelöstes Industrieproblem zu lösen: «Bauunternehmungen sind dazu verpflichtet, die technischen und sicherheitsrelevanten Qualifikationen ihrer Fachkräfte sicherzustellen. Dies, um einerseits gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, andererseits auch, um wichtige ­Industriezertifizierungen und Qualitätssiegel zu erhalten. Die Qualifikationen müssen regelmässig erneuert, beziehungsweise nachgeschult werden, so dass die Überwachung der Qualifikationen eine Herausforderung war», erklärt Mitgründer und CEO Philipp Baumann. «Meistens wurde die Überwachung im Excel gemacht. Bei kleineren Betrieben mag das noch funktionieren. Aber bei grösseren Betrieben stösst man mit Excel dann irgendwann an seine Grenzen.»

So sollte die Applikation etwa die saubere Dokumentation aller Schulungen in der Personalakte erlauben. Kommt es trotz aller Sicherheitsmassnahmen und Qualifikationen zu einem Personenunfall, muss man als erstes gegenüber der SUVA darlegen, dass man als Arbeitgeber seinen Ausbildungspflichten nachgekommen ist, und die Person ausreichend qualifiziert war für die ausgeübte Tätigkeit. «Aus dieser ursprünglichen Problemstellung ist eine auf die Industrie massgeschneiderte Personal-, Training- und Talentmanagement-Lösung entstanden», so Fitim Mehmeti, der Timly mit dem heutigen CEO Philipp Baumann gegründet hat.

Jetzt aber richtig

«Die enge Zusammenarbeit mit unserem Industriepartner Lang war sehr wichtig, denn nur so konnte eine Lösung geschaffen werden, die auch ein konkretes und vor allem relevantes Problem der Indus­trie löst», so Baumann, betont aber auch, dass die Problemstellung nicht nur auf die Bauindustrie zutreffe, sondern auch auf jegliche Industrien, bei denen Mitarbeiter und Arbeitsplatzsicherheit eine grosse Rolle spielen. Die Applikation wurde zudem auch in Kooperation mit der Gesundheitsindustrie entwickelt, in der Patienten- und Mitarbeitersicherheit ebenfalls ein grosses Thema sind.

Des Weiteren legen die zwei Gründer grossen Wert auf intuitive und benutzerfreundliche Software. «Im Consumer-Bereich werden wir mit perfekt designten Applikationen beglückt, bei denen jeder Prozessschritt auf eine optimale User-Experience (UX) optimiert wird», so Mehmeti. «Dann kommt man ins unternehmerische Umfeld und wird mit ERP-Lösungen konfrontiert, die aus den Nuller-Jahren stammen, die weder intuitiv sind noch Spass machen. Ein häufiges Feedback, das wir bekommen ist, dass Timly sehr intuitiv und einfach in der Verwendung ist, obwohl es über viele Funktionen verfügt.»

Das Gründerduo Philipp Baumann und Fitim Mehmeti besass vor dem Aufbau von Timly bereits reichlich Erfahrung, wenn es um digitale Geschäftsmodelle geht. So arbeitete Baumann mehr als zehn Jahre in der Digital- und Strategieberatung und baute bei Ricardo das B2C-Geschäft mit auf. Dort fanden die beiden auch zusammen, denn Mehmeti leitete den Aussenhandel und war später bei Bonuscard als Head Digital Business tätig.

Und sowohl Baumann als auch Mehmeti haben in diversen Start-ups mitgewirkt, sie gegründet und auch vereinzelt sprichwörtlich an die Wand gefahren. «Das Unternehmer-sein-wollen macht uns als Gründer aus. Lange genug haben wir unsere Projekte nebenher gemacht. Mit Timly haben wir den Schritt gewagt von ‹nebenher› zu ‹jetzt aber richtig›», so Mehmeti.
 
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