«Die Einführung einer Kollaborationslösung ist ein Change-Projekt»

«Die Einführung einer Kollaborationslösung ist ein Change-Projekt»

(Quelle: Migros-Genossenschafts-Bund)
2. Mai 2020 - Der Migros-Genossenschafts-Bund hat den Rollout von Microsoft Teams abgeschlossen. Dabei war es nie das Ziel, lediglich ein neues Kollaborations-Tool einzuführen, sondern den Mitarbeitenden zu ermöglichen, effizienter zu arbeiten.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/05
Nicht umsonst nennen die Schweizer die Migros den «orangen Riesen». Die Migros-Gruppe ist mit einem Umsatz von 28,7 Milliarden Franken (2019) das grösste Detailhandelsunternehmen und mit über 106’000 Mitarbeitenden die grösste private Arbeitgeberin der Schweiz. Die IT-Infrastruktur wird grossteils von der Group IT des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) bezogen, der als nationaler Dienstleister für die Betriebe der Migros-Gruppe agiert. Als Gesamtprojektleiter für Office 365 verantwortet Mauro Baumann den Rollout von Microsoft Teams im MGB. Die Einführung der Kollaborationslösung ist eingebettet in eine Initiative, die zum Ziel hat, die Arbeit innerhalb des Unternehmens flexibler und effizienter zu gestalten. «Vor rund vier Jahren haben wir intern ein neues Programm namens ‘Neue Arbeitswelt’ ins Leben gerufen, das drei Handlungsfelder umfasst. Im Handlungsfeld HR geht es um Themen wie die Förderung flexibler Arbeitsmodelle, Vertrauenskultur und Eigenverantwortung. In der Mitte befindet sich die IT, deren Fokus es ist, den Mitarbeitenden zu ermöglichen, mobil und flexibel zu arbeiten und die Effizienz zu steigern. Weiter ist das Facility Management dafür zuständig, im Sinne der Flexibilität geteilte Arbeitsplätze einzurichten und neue Arbeitszonen sowie Begegnungs- und Ruheräume zu schaffen», erklärt Baumann.

M wie Microsoft

Unternehmen, und vor allem solche in der Grösse einer Migros, stehen immer wieder vor der Herausforderung, bei der Wahl von IT-Lösungen vorausschauend zu planen und möglichst auf Produkte zu setzen, die eine gewisse Kontinuität ermöglichen. Dass dabei Hersteller mit einem breiten Portfolio bevorzugt werden, macht durchaus Sinn, kann aber auch Einschränkungen mit sich bringen. «Zunächst ist wichtig zu wissen, dass der Migros-Genossenschafts-Bund und allgemein die Migros stark von Microsoft geprägt sind», so Baumann. «Der MGB hatte vor dem Wechsel zu Microsoft Teams bereits Skype im Einsatz, das vor rund drei Jahren ausgerollt wurde. Genutzt wurde die Lösung als reines Kommunikations-Tool, um die Tischtelefone zu ersetzen. Gleichzeitig hat man damit begonnen, sich nach einer Kollaborationslösung umzusehen und sich schliesslich entschieden, auf Office 365 mit Teams zu setzen, weil damit eine State-of-the-Art-Lösung aus der Cloud möglich wurde.» Daraufhin hat die Group IT mit der Bereitstellung der nötigen Infrastruktur begonnen und Mitte 2019 wurde im MGB eine erste Pilotphase mit Microsoft Teams lanciert.

Wie Baumann betont, sei dabei nie das Ziel gewesen, nur ein neues Kollaborations-Tool einzuführen, sondern den Mitarbeitenden des Unternehmens zu ermöglichen, effizienter zu arbeiten und die Zusammenarbeit innerhalb des MGB und auch auf nationaler Ebene zu verbessern. «Dass es sich bei Teams um eine Cloud-Lösung handelt, erleichtert die Zusammenarbeit mit anderen Migros-Unternehmen und mit externen Partnern, auch über die Landesgrenzen hinweg», sagt Baumann. Der Projektleiter macht aber keinen Hehl daraus, dass die Wahlmöglichkeiten in Bezug auf die einzusetzende Lösung eingeschränkt waren: «Da wir seitens Infrastruktur in vielen Bereichen auf Produkte von Microsoft setzen und alle drei Jahre den Lizenzvertrag erneuern, war die Entscheidung für Teams auch im Zusammenhang mit der Einführung von Office 365 schlichtweg naheliegend. »
 
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