AI als Chance für die Schweiz

AI als Chance für die Schweiz

(Quelle: Pixabay)
29. Februar 2020 - Von Dalith Steiger & Andy Fitze

Die Schweiz ist ein Land mit riesigem Potenzial, eines der weltweit top fünf Kompetenzzentren in AI zu werden. Investitionen in kognitive Technologien tragen zur Steigerung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit bei und treiben somit die Wirtschaftsleistung und den Wohlstand voran.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/03
Wer die 90er-Jahre miterlebte, der durfte auch die goldenen Zeiten der Finanzindustrie beobachten. Viele erhielten ab der Uni einen super Job, etwa als Software-Entwickler mit rosigen Aussichten. Das waren die 90er Jahre. Heute steht es in unserer Verantwortung, auch den jungen Generation eine ähnliche Perspektive zu geben. Und zwar nicht, in dem wir dieser ein Erbe mit einem dicken Bankkonto und Immobilien hinterlassen. Sondern eine Perspektive für eine nachhaltige und gesunde Schweizer Wirtschaft. Ausser Hirnmasse hat die Schweiz keine eigenen Rohstoffe. Neben der Finanzwirtschaft, Schokolade und Uhren, sollten wir Schweizer einen weiteren starken Industriezweig aufbauen, der uns und den kommenden Generationen den bisherigen Wohlstand weiter bescheren wird.

Die Schweiz kann weltweit eines der führenden fünf Kompetenzzentren für Künstliche Intelligenz (KI) werden. Im Idealfall hängen in drei Jahren an unseren Flughäfen nebst Werbetafeln für Uhren, Schokolade und Banken auch welche für kognitive Technologien.

Öffentliche Wahrnehmung

Die öffentliche Wahrnehmung über die Bedeutung von KI für die Schweiz, ob als Bürger, Kunde oder individuelle Person, ist hingegen noch nicht weit fortgeschritten. Technologien verändern nicht nur Geschäftsprozesse, sondern eben auch unsere Gesellschaft, und somit auch unsere Arbeitswelt. Die Bevölkerung hat ein Anrecht zu wissen, was man heute mit KI effektiv schon machen kann, wie weit fortgeschritten die Schweiz ist oder ob wir eben noch in den Kinderschuhen stecken. Leider wird hier oft mit Science Fiction und Terminator-Bildern Angst geschürt. Die Medien müssen hier mehr zur faktischen Aufklärung über die Technologien beitragen. Dann könnten die Diskussionen am Küchen- und Stammtisch eine realistischere Richtung nehmen. Schlussendlich reden wir nach wie vor von Algorithmen, welche nur in sehr eng definierten Feldern eingesetzt werden können (Single Purpose). Weltweit erfolgen die ersten Schritte mit dem Einsatz von kognitiven Technologien. Die Super­intelligenz, welche uns allen Angst bereiten würde, ist heute ein theoretischer Entwurf ohne Realitätsbezug. Deshalb muss die Debatte versachlicht werden, und zwar dringend. Anderenfalls laufen wir Gefahr, uns auszubremsen und den Anschluss zu verlieren, weil uns die Angst hemmt.
 
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