DevOps gewinnt in der Schweiz an Fahrt

DevOps gewinnt in der Schweiz an Fahrt

17. Januar 2020 -  Laut einer Studie setzen über 90 Prozent der Schweizer Unternehmen ganz oder teilweise auf die DevOps-Prinzipien, also die Koordination und Kooperation von Software-Entwicklung und IT-Betrieb. Doch das Lager der Kritiker wächst zusehends.
DevOps gewinnt in der Schweiz an Fahrt
(Quelle: VSHN )
Wie es mit der Adaption von DevOps, also der Koordination und Kooperation von Software-Entwicklung und dem Betrieb der IT-Infrastruktur, in der Schweiz steht, wollte das Unternehmen VSHN im Rahmen einer breit angelegten Befragung herausfinden. Für die bereits zum zweiten Mal durchgeführte Studie wurden wiederum rund 250 Schweizer Unternehmen aller Grössen befragt.

Die Studie kommt zum Schluss, dass das DevOps-Konzept als wichtige Praxis fest in der Schweiz etabliert ist. So erklärten 44 Prozent der Studienteilnehmer, DevOps werde "voll und ganz" im Unternehmen verwendet und bei knapp 47 Prozent ist dies zumindest teilweise der Fall. Entsprechend gaben rund 54 Prozent an, Software-Entwicklung und IT-Betrieb würden im Betrieb zusammen strukturiert. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag der Wert mit 55,7 Prozent noch geringfügig höher. Deutlich stärker ist auch das Lager der DevOps-Kritiker geworden. So wird das DevOps-Konzept von vielen markant kritischer beurteilt als noch vor einem Jahr. Während bei der aktuellen Befragung knapp 79 Prozent DevOps als "eher positiv" betrachten, lag der Wert letztes Jahr noch fast bei 90 Prozent. Umgekehrt sehen heute über 14 Prozent der Umfrageteilnehmer DevOps als "eher kritisch", während dies letztes Jahr gerade einmal bei 2,8 Prozent der Befragten der Fall war.
Nichtdestortrotz ist die Erwartungshaltung hoch: Die Unternehmen versprechen sich von den DevOps-Prinzipien verkürzte Releasezyklen, höhere Flexibilität, eine verbesserte Zusammenarbeit sowie weniger Aufwand bei der Wartung. DevOps wird bei vielen Unternehmen mittlerweile auch als interne Kernkompetenz angesehen, doch wurde auch erkannt, dass DevOps nicht als Patentrezept betrachtet werden kann. Als Haupthindernisse für die Einführung von DevOps werden der Mangel an Fachwissen, Zeitmangel, die Komplexität der Organisation und mangelnde Unterstützung durch das Management identifiziert.

Was die bevorzugten Projektmanagement-Methoden anbelangt, steht Scrum mit rund 40 Prozent der Nennungen an der Spitze, gefolgt von Kanban (33%) und Wasserfall (15%). Bei den bevorzugten Programmiersprachen wird das Feld von Javascript mit gut 15 Prozent der Nennungen angeführt, gefolgt von SQL (13,9%) und Java (12%), wobei Java im Vorjahresvergleich einen Platz zurückgerutscht ist. Als beliebteste DevOps-Tools werden indessen Docker, Git und Kubernetes bezeichnet. Weiter erklärten 40 Prozent der Studienteilnehmer, die IT-Budgets würden im laufenden Jahr ansteigen, 2018 war dies noch bei gut 50 Prozent der Fall. (rd)
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