UPC-Übernahme durch Sunrise könnte scheitern

UPC-Übernahme durch Sunrise könnte scheitern

UPC-Übernahme durch Sunrise könnte scheitern

(Quelle: Sunrise)
4. Oktober 2019 -  Ob die Sunrise-Aktionäre der UPC-Übernahme an der Generalversammlung vom 23. Oktober zustimmen werden, ist alles andere als sicher. Aktuell sollen sich mindestens 30 Prozent der Stimmen dagegen aussprechen.
An der kommenden Generalversammlung der Sunrise-Aktionäre wird darüber abgestimmt, ob die geplante Übernahme des Mitbewerbers UPC vollzogen werden kann. Wie jetzt aber die "Handelszeitung" berichtet, könnte das Vorhaben sehr wohl noch scheitern. Die geplante Kapitalerhöhung stosse bei den Sunrise-Aktionären auf grossen Widerstand und mehrere Top-Investoren hätten im Gespräch mit der Nachrichtenagentur "Reuters" angekündigt, gegen die Kapitalerhöhung stimmen zu wollen.

Sunrise benötigt an der Aktionärsversammlung eine Mehrheit der vertretenen Aktionärsstimmen. Da bei Generalversammlungen allerdings nie alle Aktionäre vor Ort seien, reiche mitunter ein Aktienanteil von deutlich weniger als 50 Prozent, heisst es im Bericht. Laut einer Erhebung von "Reuters" beträgt der Anteil der Aktionäre, die sich gegen die Übernahme aussprechen werden, derzeit mindestens 30 Prozent. Dazu zählt auch Sunrise-Hauptaktionär Freenet, der 24,5 Prozent der Anteile hält.

Um UPC Schweiz vom Eigner Liberty Global übernehmen zu können, hat Sunrise ursprünglich eine Kapitalerhöhung von 4,1 Milliarden Franken vorgesehen. Nach heftigem Gegenwind wurde das Volumen dann auf 2,8 Milliarden Franken verringert. Nichtsdestotrotz halten viele der Top-Aktionäre den Kaufpreis von 6,3 Milliarden Franken für zu teuer, wobei verschiedentlich auch auf den gesunkenen Betriebsgewinn von UPC im ersten Halbjahr verwiesen wird.

Das Sunrise-Management gibt sich dennoch zuversichtlich, dass die Mehrheit der Aktionäre dem Vorhaben zustimmen wird. "Wir haben auf die veränderte Kapitalstruktur durchaus positives Feedback erhalten", lässt sich Sunrise-Finanzchef Andre Krause zitieren, räumt aber ein, es sei "in jedem Fall ein knappes Rennen – alleine durch die Tatsache, dass Freenet mit 24,5 Prozent dagegen stimmt". (rd)
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