Digitalisierte Geschäftsprozesse haben für Schweizer Unternehmen Vorrang

Digitalisierte Geschäftsprozesse haben für Schweizer Unternehmen Vorrang

(Quelle: Pixabay)
17. September 2019 - Mehr Effizienz bei Geschäftsprozessen und neue Geschäftsmodelle erhoffen sich die Schweizer Mitglieder der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) von der Digitalisierung. Nebst vieler bereits erfolgreich umgesetzter Projekte gibt es aber auch noch Hürden, die genommen werden müssen.
Die digitale Transformation ist in der Schweiz in vollem Gange, wie eine Umfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) zeigt. Dabei wünschen sich 72 Prozent der befragten Schweizer DAS-Mitglieder primär, dass sie durch ihre Digitalisierungsprojekte die Effizienz ihrer bestehenden Geschäftsprozesse erhöhen können. Zum Vergleich: Im gesamten DACH-Raum beträgt der Anteil 62 Prozent. Ebenfalls als wichtig erachten 41 Prozent der Befragten hierzulande, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln (DACH: 40%). Als weniger dringlich stufen die Schweizer Umfrageteilnehmer derweil die Veränderung des Marktumfeldes mit 14 Prozent Nennungen (DACH: 24%) und die Schaffung von Informationstransparenz mit 10 Prozent Nennungen (DACH: 21%) ein.

"Für die Unternehmen hat aktuell Vorrang, Geschäftsprozesse und -modelle digitalisierungstauglich zu gestalten. Das ist die Voraussetzung, um den Blick dann auch auf die weiteren relevanten Aspekte legen zu können", schätzt Christian Zumbach, DSAG-Vorstand für die Schweiz, das Ergebnis ein.

In 43 Prozent der hiesigen Unternehmen (DACH: 41%) gibt es bereits erfolgreich realisierte oder in Umsetzung befindliche Effizienz-Projekte. Bei der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle haben bereits mehr als ein Drittel der Befragten hierzulande grössere Projekte umgesetzt oder erfolgreich realisiert (DACH: 25%). "Hier könnte eine Rolle spielen, dass in der Schweiz vorwiegend kleinere und mittlere Unternehmen die Szene beherrschen, in denen die Entscheidungswege meist etwas kürzer sind, als in Grossunternehmen", so Zumbach.

Fehlende personelle und finanzielle Ressourcen bezeichnen derweil nur 37 Prozent der hiesigen Unternehmen als Hemmschuh auf dem Weg zum digitalisierten Unternehmen (DACH: 42%). Viel schwerer wiegen in der Schweiz die fehlende digitale Unternehmenskultur bei 48 Prozent der Befragten (DACH: %) und die starren Unternehmensstrukturen mit 37 Prozent (DACH: 24%). Die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter bemängeln allerdings nur 19 Prozent der Schweizer Unternehmen (DACH: 24%) und nur 4 Prozent beschweren sich über fehlendes Know-how (DACH: 11%).

Gefordert werden zudem klare verbindliche Roadmaps, die die zukünftige Produktstrategie langfristig abbilden. Die SAP-Produktstrategien und -Roadmaps halten 38 Prozent der Schweizer Unternehmen für grösstenteils belastbar (DACH: 22%). In Frage gestellt wird dieser Punkt in der Schweiz von 24 Prozent (DACH: 30%).

Was das SAP-Lösungsportfolio betrifft, gibt es länderübergreifend konkrete Aufgaben, die von SAP – besser – gelöst werden müssen. Dabei geht es um bessere Integration, einheitliche Stammdaten, erweiterte, stabile Funktionalität und die Skalierbarkeit von Lösungen und Lizenzmodellen.

"Damit Digitalisierungsprojekte in den Schweizer Unternehmen weiter konsequent vorangetrieben werden, muss SAP noch deutlich mehr unterstützen, sei es in Bezug auf die Umsetzung und den Einsatz der entsprechenden Lösungen, oder auch was die Lizenzierung betrifft", fasst Zumbach zusammen. (abr)

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