LPN-IoT-AR-Thermo-/Hygro-/Barometer

Smart Home - Avelon Wisely
LPN-IoT-AR-Thermo-/Hygro-/Barometer

LPN-IoT-AR-Thermo-/Hygro-/Barometer

(Quelle: Avelon)
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/04
30. März 2019 -  Wisely testet das Raumklima und stellt die Daten auf dem Smartphone dar, auf Wunsch auch in einer AR-Darstellung.
96,8 Prozent der Bevölkerung deckt Swisscom mit ihrem Low Power Network (LPN) für das Internet der Dinge ab, doch just der Wohnort des Testredaktors gehört nicht dazu. Was natürlich blöd ist, wenn man den IoT-Sensor Wisely (in der Standard-Ausführung) testen soll, der ebendieses Swisscom-Low-Power-Netzwerk nutzt und damit ohne SIM-Karte funktioniert – wenn man denn Netz hat.

Nun gut: Testen wir halt das Raumklima im Büro anstatt das im trauten Heim – denn genau dafür wurde Wisely konzipiert. Das Gerät misst über hochpräzise Sensoren den Raumkomfort – sprich die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und den Luftdruck. Basierend auf diesen Werten wird ausserdem die Thermische Behaglichkeit ausgegeben, also das Wohlbefinden im Raum, auf das allerdings auch nicht messbare Kriterien abseits von Temperatur und Luftfeuchtigkeit einen Einfluss haben – die Kleidung etwa. Nebst dem Standardmodell für 79 Franken gibt es Wisely zudem in den Ausführungen Carbonsense und Allsense, die weitere Werte wie die CO2-Konzentration oder flüchtige organische Gase ­messen.

Nebst dem Low Power Network streicht Hersteller Avelon für Wisely vor allem die Augmented-Reality-Umsetzung hervor. "Der Komfortsensor ist High-Tech pur. Er kombiniert Augmented Reality mit Low Power Wide Area Networks und bietet dir eine einmalige User Experience", heisst es dazu auf der Produktseite. Unsere Begeisterung bezüglich AR allerdings hält sich in Grenzen. Was wirklich cool gelöst ist: Auf jedem Gerät findet sich ein QR-Code, auf den man lediglich seine Smartphone-Kamera halten muss, um die Werte dann in einer Web-App zu sehen. Einfacher kann ein Setup kaum sein. In derselben App kann man dann auch die Augmented-­Reality-Umgebung aufrufen – was aber letztlich nichts anderes bewirkt, als dass dieselben Werte, die man sehr übersichtlich in der Web App sieht, weniger übersichtlich über das Kamerabild des Smartphones gelegt werden.
Die Messungen werden regelmässig alle zehn Minuten gemacht, entsprechend kann man den Verlauf der einzelnen Werte nachverfolgen. Zudem kann man auf die Werte auch über die Alcedo Cloud von Avelon zugreifen, sofern man ein Login erstellt. Spätestens hier kommt aber die Vermutung auf, dass Avelon mehr Ingenieure als UI-Designer beschäftigt – das Interface erinnert mehr an eine veraltete ERP-Lösung denn an ein IoT-Life­style-Produkt – und geschafft, dass die Daten unseres Wisely in der Cloud angezeigt werden, haben wir es in nützlicher Frist auch nicht.

So ist Wisely letztlich nicht viel mehr als ein hochpräzises Messgerät, dessen Daten via Smartphone ausgelesen werden können (oder müssen) und das eine Datenhistorie anlegt. Ob das für den Heimgebrauch spannend ist, dünkt uns fraglich. Avelon preist Wisely aber vor allem auch als smarten Sensor für die Mieterassistenz oder für die professionelle Umgebung etwa im Bereich Gebäudeautomation an, wo das Gerät integriert werden kann. Hier gibt es sicherlich interessante Anwendungsszenarien. (mw)
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