Mixed Reality wird salonfähig

Mixed Reality wird salonfähig

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/01
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2. Februar 2019 -  Virtual und Augmented Reality erschliessen immer neue Anwendungsfelder und werden auch für Unternehmen interessant. Wir stellen entsprechende Headsets vor.
Mixed Reality wird salonfähig
Vergleichstabelle von sieben Mixed Reality Headsets: Acer OJO 500 (AH501), HP Windows Mixed Reality Headset Pro, HTC Vive Pro (Full Kit), Medion Erazer X1000, Microsoft Hololens Commercial Suite, Oculus Rift und Samsung Odyssey (Quelle: SITM)
Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) blicken auf eine mindestens 60 Jahre andauernde Entwicklungsgeschichte zurück, im Laufe derer die beiden eng verwandten Technologien hauptsächlich in der Computerforschung und im militärischen Kontext zum Einsatz kamen. Erst im aktuellen Jahrzehnt gelang ihnen der Sprung in den Massenmarkt. Vorreiter wie Oculus mit seinem Virtual Reality Headset namens Rift und HTC mit der Vive schafften es, besonders Gamer anzusprechen, die trotz anfänglich hoher Preise in entsprechende Hardware investierten, wodurch es für Spiele-Hersteller wiederum interessant wurde, Inhalte dafür zu produzieren. Augmented Reality andererseits wurde vornehmlich durch Googles Datenbrille namens Glass und Microsofts Hololens bekannt, noch bevor Smartphones in der Lage waren, VR oder AR in Echtzeit zu berechnen und darzustellen. Auch wenn die meisten Anwendungen für Endverbraucher bisher eher spielerischer Natur waren, sind sich Experten einig, dass das Potential von Virtual und Augmented Reality enorm ist und bei weiten noch nicht ausgeschöpft wurde. Es besteht daher kaum ein Zweifel, dass die beiden Technologien unseren Alltag vermehrt prägen werden, noch bedienen sie aber sehr spezifische Nischen. Dennoch werden sie auch für Unternehmen immer interessanter, denn die möglichen Anwendungsfelder sind sehr breit gefächert. In den letzten Jahren wuchs deshalb das Interesse an der Verwendung von Mixed-Reality-Technologien auch im Bereich der Forschung und im geschäftlichen Umfeld kontinuierlich. Dabei stellen sowohl VR als auch AR in Aussicht, gewisse Bereiche geradewegs zu revolutionieren.

Neue Anwendungsfelder

Man denke beispielsweise an die Medizin, wo Mixed Reality bereits eingesetzt wird, um Chirurgen auszubilden, indem diese Operationen in einer VR-Umgebung üben können, bevor sie das Skalpell bei lebenden Patienten ansetzen. Aber auch in der Architektur wird heute zunehmend direkt in einer virtuellen Umgebung geplant, wobei VR auch eingesetzt wird, um die Werke vor dem Bau zu visualisieren. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die neue Personenunterführung im Bahnhof Bern, die bereits vor dem Spatenstich als VR-Simulation begehbar war. Die SBB haben auch Tests mit Microsofts Hololens durchgeführt, um zu eruieren, inwiefern AR beispielsweise die Wartung von Zugskompositionen vereinfachen und beschleunigen könnte.

Und wie stehen die Hersteller von Mixed Reality Headsets dieser Entwicklung gegenüber? Während sich beispielsweise Medion laut Country Manager Andreas Müller weiterhin auf das Kundensegment der Gamer fokussieren will, sieht Stefan Nünlist, Country Category Manager Personal Systems bei HP, im geschäftlichen Umfeld vielerlei Einsatzmöglichkeiten für die Technologien: "Headsets für verschiedene Realities können vielseitig eingesetzt werden. So bieten sie unterschiedliches Potential für Unternehmen. Mögliche Bereiche sind zum Beispiel Location Based Entertainment, Design und Evaluierung, Training und Simulation. Der Einsatz von AR/VR/MR muss dem Kunden einen Vorteil bieten und bestenfalls Kosten minimieren. Durch Architekturvisualisierungen beispielsweise können Musterwohnungen via VR besichtigt werden. Dies senkt Kosten, weil sich der Bau einer solchen Wohnung erübrigt."
 
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