"Ein zuverlässiger Partner, kein säbelrasselnder"

"Ein zuverlässiger Partner, kein säbelrasselnder"

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/05
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12. Mai 2018 -  Opacc feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen. CEO Beat Bussmann erklärt im Interview, welchem Prinzip das Unternehmen mit seinen 130 Mitarbeitenden folgt und wo er die Herausforderungen der Zukunft sieht.
'Ein zuverlässiger Partner, kein säbelrasselnder'
"Ich bin überzeugt, dass die Schweiz einer der besten Orte ist, um komplexe und nachhaltige Software­systeme herzustellen" Beat Bussmann, CEO, Opacc (Quelle: Opacc)
Herr Bussmann, Opacc wird 30. Mit 500 Kunden ist ihr Unternehmen eine Schweizer Erfolgsgeschichte, aber keine internationale Grösse. Stört Sie das?
Beat Bussmann: Nein. Um eine internationale Software-Grösse zu werden, muss man eine Fabrik betreiben. Das war nie meine Vision eines innovativen und qualitätszentrierten Softwareunter­nehmens.

Was meinen Sie mit Fabrik?
Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Wege, erfolgreich komplexe Software zu entwickeln: entweder mit Heerscharen spezialisierter Entwickler, überwacht von noch mehr Aufpassern, oder mit Teams motivierter Individuen, die den Überblick über das Ganze haben und ebenso eigenverantwortlich wie lustbetont arbeiten. Das Erste ist die Fabrik, das Zweite ist die Herzfrequenz von Opacc. Nur so war es uns möglich, in 30 Jahren kontinuierlich eine immer leistungsfähigere Plattform zu schaffen, mit der die Kunden mitwachsen konnten und können.

Widerspricht das nicht dem Prinzip der schnelllebigen IT-Branche – Move Fast and Break Things?
Die IT ist ein sehr weitläufiges Feld. Man kann also nicht jedes IT-Unternehmen an diesem Grundsatz ausrichten – vor allem nicht, wenn es bei den Kunden um mittelständische Unternehmen geht, die ihre lebenswichtigen Prozesse mit unserer Plattform abwickeln und diese immer mehr mit ihrer Organisation und Einzigartigkeit verzahnen. Solche Unternehmen brauchen eher einen zuverlässigen als einen säbelrasselnden Partner.
Was heisst das konkret?
Wir wachsen stets mit unseren Kunden. Sie legen uns ihre Herausforderungen, Anforderungen und Chancen offen. Damit im Einklang haben wir unsere Enterprise-Plattform konstruiert und adaptiert. Hierzu gehören ein belastbares Business-Process-Modell und eine langfristig gültige Architektur. Das ist die Grundlage, auf der wir neue Herausforderungen und Chancen stets mit konkreten Funktionen adressieren können. Die darauf fussenden Technologien sind schnelllebig und werden immer wieder gewechselt – allerdings ohne je den garantierten Upgrade-Pfad unserer Kunden zu gefährden. Unser Job ist nicht Disruption, unser Job ist Kontinuität und Verlässlichkeit. Damit geben wir unseren Kunden die Mittel, mit disruptiven Veränderungen erfolgreich umzugehen.

Das ist ein schöner Marketing-Slogan.
Es ist doch perfekt, wenn sich die Unternehmensstrategie auch als Marketing- Slogan eignet, oder? Im Endeffekt heisst es, dass wir die Chancen unserer Kunden zu unseren Chancen machen. Und die Herausforderungen dabei sind vielfältig – denn wir bedienen Kunden in vielen Branchen und Unternehmensstrukturen.
 
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