Allein gegen Einbrecher

Smart Home Kevin
Allein gegen Einbrecher

Allein gegen Einbrecher

(Quelle: Mitipi)
Artikel erschienen in IT Magazine 2018/03
3. März 2018 -  Der Lautsprecher Kevin simuliert mit Licht und Geräuschen Anwesenheit – inklusive individuellen Begebenheiten.
Gerade einmal 19 Stunden dauerte es, bis Kevin, der smarte Einbruchschutz, hinter dem das Zürcher Start-up Mitipi steht, via Kickstarter finanziert war. 50’000 Franken wurden Ende Januar als Finanzierungsziel ausgegeben, rund drei Wochen später war man fast bei 200 Prozent beziehungsweise 100’000 Franken. Und damit nicht genug: Kevin sorgt international für Aufsehen – renommierte Medien wie "Forbes", "Techradar", "Cnet" oder "Venturebeat" widmeten der Idee, die so einfach wie bestechend ist, längere Artikel.

Ein Lautsprecher mit Leuchteffekten

Im Wesentlichen ist Kevin – der Name geht auf die erfolgreichen "Kevin – Allein zu Haus"-Filme zurück – ein smarter Lautsprecher, der in einem Haus oder einer Wohnung Anwesenheit simuliert, wenn die Bewohner aus Fleisch und Blut abwesend sind. Dazu verwendet er Geräusche und Licht. An der Rückseite des Lautsprechers nämlich finden sich LEDs, die mit Weisslicht die Leistung einer 130-Watt-Glühbirne erreichen, aber auch RGB-Farben darstellen können, etwa um einen eingeschalteten Fernseher zu simulieren. So weit so gut.

Smart wird Kevin allerdings erst durch seine Software. Diese ist nämlich in der Lage, einen ganzen Tagesablauf zu simulieren, anstatt anhand einer Zeitschaltuhr oder nach dem Zufallsprinzip einfach ab und an zu leuchten und Lärm zu machen. Kevin generiert also Haushaltsgeräusche, angefangen beim Zähneputzen, dem Duschen, dem Füllen der Frühstücksmüslischale, über Klavierspiel, Aufräumgeräusche, Musik, oder TV. Gesteuert werden kann das Ganze via App. Die Zufalls-­Simulation, die Kevin für die Länge von bis zu einer Woche erstellt, basiert auf verschiedenen Faktoren wie der Wohnregion, in der der Lautsprecher steht, der Sprache (zum Start wird es Deutsch und Englisch geben), dem Wetter und mehr. Kevin stellt auch fest, ob man zuhause ist, und aktiviert sich selbst, wenn man aus dem Haus geht.

Gesteuert wird Kevin über Buttons am Gerät selbst, oder aber man kann eine App nutzen. Über diese kann man zusätzlich zahlreiche weitere Parameter einstellen – etwa, ob man alleine lebt, einen Hund besitzt oder ein Baby weinen soll. So schafft man ein individuell für sich angepasstes Setting.

Für 250 Franken vorbestellbar

Kevin kann, muss aber nicht via WLAN mit dem Internet verbunden sein. Ist Kevin online, wird es Software-Updates, zusätzlichen Content oder die Remote-Kontrollmöglichkeit via App geben. Die Macher von Mitipi versprechen ausserdem, dass Kevin sparsam bezüglich Stromverbrauch sein und selbst bei voller Simulationsleistung nicht mehr als 60 Watt verbrauchen soll. Im Innern von Kevin arbeitet ein Dual Core Chip, es gibt 4 GB Speicher und nebst WLAN auch Bluetooth.

Mit der Auslieferung von Kevin beginnen will Mitipi im vierten Quartal. Vorbestellt werden kann der smarte Einbruchschutz auf Kickstarter. Eine Early-Bird-Edition für 199 Franken ist bereits ausverkauft, aktuell gib es ein Exemplar für 249 Franken oder drei Lautsprecher für eine grössere Wohnung oder ein Haus für 599 Franken. Weitere Infos finden sich auf www.mitipi.com. (mw)
Vorherige News
 
Nächste News

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Wie hiess im Märchen die Schwester von Hänsel?
Antwort
Name
E-Mail
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2018/06
Schwerpunkt: Blockchain in der Praxis
• Blockchain und die dezentrale Zukunft
• Blockchain - Anwendungsbereiche für Firmen
• Smart Contracts, die Zukunft der Blockchain
• Marktübersicht: Blockchain-Nation Schweiz
• Fallbeispiel: Immobilienhandel via Blockchain
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER