Bisher reinstes Grün für bessere TV-Displays

Bisher reinstes Grün für bessere TV-Displays

Bisher reinstes Grün für bessere TV-Displays

(Quelle: ETH)
6. September 2017 -  Forscher der ETH Zürich haben mit einer Leuchtdiode das bisher reinste Grün erzeugt. Genutzt werden könnte diese Technologie unter anderem dafür, um die Bildqualität von Fernsehern zu verbessern.
Chemieingenieuren der ETH Zürich unter der Leitung von Chih-Jen Shih, seines Zeichens Professor für Technische Chemie, ist es in einem Labor auf dem Campus Hönggerberg gelungen, mittels einer Leuchtdiode das bisher reinste Grün zu erzeugen. Dieser Durchbruch könnte unter anderem genutzt werden, um die Bildqualität der nächsten Generationen ultrahochaufgelöster Displays zu verbessern. Damit diese in naher Zukunft noch klarere, schärfere, detailreichere und farblich fein abgestufte Bilder anzeigen können, müssen die elektronischen Geräte ultrareines Rot, Blau und Grün erzeugen können. Für Rot und Blau ist das heute weitgehend möglich, beim Grün hingegen war dies bisher nicht der Fall.

Dies hat mit der Beschaffenheit des menschlichen Auges zu tun, das bei Grün mehr Zwischenstufen unterscheidet als bei Rot oder Blau. Wie Sudhir Kumar, der Erstautor der Studie, erklärt, mache dies die technische Erzeugung von ultrareinem Grün sehr anspruchsvoll. Ultrareines Grün spielt zur Erweiterung des Farbbereichs, des sogenannten Gamuts, eine Schlüsselrolle, denn die neuen Farbtöne entstehen, indem die drei Grundfarben Rot, Blau und Grün technisch miteinander vermischt werden. Je reiner die Grundfarben ausfallen, umso weiter wird der Fächer der Farbtöne, die ein Bildschirm anzeigen kann.
Die neue LED des Forscherteams der ETH deckt 97 bis 99 Prozent des Standards Rec. 2020 ab, der weltweit die technischen Anforderungen an ultrahochaufgelöste Bildschirme (Ultra HD) definiert und deshalb auch einen Rahmen für Forschung und Entwicklung absteckt. In diesem Kontext ist das Ergebnis der Forscher umso beeindruckender, denn die farblich reinsten TV-Bildschirme, die heute auf dem Markt erhältlich sind, erreichen den Wert für ultrareines Grün zu 73,11 bis 77,72 Prozent.

Fast genauso wichtig wie die Erzeugung des reinen grünen Lichts ist aber das Herstellungsverfahren und das verwendete Material, denn das Team hat eine sehr dünne und biegsame Leuchtdiode entwickelt, die bei Raumtemperatur hergestellt werden kann. Damit liessen sich solche ultragrünen Leuchtioden einfach und günstig produzieren. (luc)
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