Die Schweiz ist ein Top-Standort für Data Center

Die Schweiz ist ein Top-Standort für Data Center

(Quelle: istockphoto)
6. Juli 2014 - Von Kurt Lanz

Die Schweiz steht im Data-Center-Markt gut da und das rasante Datenwachstum sowie weitere Entwicklungen im ICT-Umfeld versprechen auch in Zukunft hervorragende Geschäftsmöglichkeiten. Darum ist den heute sehr attraktiven Rahmenbedingungen grosse Sorge zu tragen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2014/07
Seit einigen Jahren kann in der Schweiz ein Boom von Rechenzentren beobachtet werden. Die Datenmenge verdoppelt sich gegenwärtig alle zwei Jahre. In vielen Regionen – vor allem in den Grossräumen Zürich und Genf – wurden zahlreiche hochmoderne Data Center errichtet. Aktuell existieren hierzulande über 400, wovon etwa 50 eine Fläche von über 500 Quadratmetern (öffentliche wie auch firmeneigene) ausweisen.
Doch nicht nur in der Schweiz, auch andernorts wächst der Data-
Center-Markt rasant, wie eine Studie zeigt, die das Institut für Wirtschaftsstudien Basel (IWSB) im Auftrag von Economiesuisse und dem Schweizerischen Verband der Telekommunikation, Asut, erstellt hat. Diese Entwicklung reflektiert einige fundamentale Trends der globalen ICT-Landschaft, die massgeblich durch die gestiegenen Datentransportkapazitäten und die damit verbundenen tieferen Preise für die Verbindungen beeinflusst werden:
(Quelle: istockphoto)
(Quelle: Broadgroup 2012)
(Quelle: Broadgroup 2012)

Datenwachstum: Viele Menschen nutzen Smartphones, um im Internet zu surfen, Filme werden online angeschaut und Bahntickets über die passende App gekauft. Auch Unternehmen sind ständig auf digitale Datenverarbeitung angewiesen, um effizient zu arbeiten. Es erstaunt daher nicht, dass die globale Datenmenge jährlich um rund 45 Prozent wächst. Die Speichertechnik kann mit diesem exponentiellen Datenwachstum momentan nicht mithalten, sodass eine steigende Nachfrage nach Speicherkapazitäten und Data-Center-Stellfläche resultiert.

Cloud Computing: Der Trend zu Cloud Computing – der Datenspeicherung und -verarbeitung in der «Wolke» – erhöht die Datenmenge, die zentral verarbeitet und gespeichert werden muss, zusätzlich. Cloud Computing ist heute zwar erst für 11 Prozent des Data-Center-Datenverkehrs verantwortlich, bis 2015 soll dieser Anteil jedoch bereits 33 Prozent betragen.

Outsourcing: Die Mehrzahl der Unternehmen betreibt nach wie vor eigene Data Center. Zunehmend bieten aber spezialisierte Anbieter Outsourcing-Lösungen an, die von der reinen Vermietung von Stellfläche («Housing» oder «Co-Location») bis zum vollständigen Datenmanagement («Hosting») reichen. Verschiedene Gründe wie Datenverfügbarkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz durch Grössenvorteile oder Kapazitätsengpässe sprechen für ein anhaltendes Wachstum des Outsourcing-Marktes.
 
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