Internetnutzer bezweifeln Kontrolle über persönliche Daten

Internetnutzer bezweifeln Kontrolle über persönliche Daten

7. April 2013 -  Eine Erhebung von Avira zeigt, dass 83 Prozent der Befragten glauben, keine oder nur geringe Kontrolle über ihre persönlichen Daten im Internet zu haben.
Avira hat in einer Erhebung 950 Internetnutzer dazu befragt, wie sie ihr Mitspracherecht bezüglich der Weiterverwendung persönlicher Informationen im Internet einschätzen. Aus den Zahlen geht hervor, dass ein Grossteil der Internetnutzer das Gefühl hat, keine (55%) oder nur geringe (32%) Kontrolle darüber zu haben, wie Unternehmen ihre persönlichen Daten nutzen. Lediglich 7 Prozent sind sich sicher, viel Mitspracherecht bei der Weiterverwendung ihrer persönlichen Informationen im Internet zu haben und der Anteil jener, die angaben, ein fast vollständiges Mitspracherecht zu haben, belief sich auf gerade mal 6 Prozent.

Auf die zweite Frage "In welchem Mass würdet ihr gern über die Verwendung eurer persönlichen Daten im Internet bestimmen?" antworteten ganze 81 Prozent der Teilnehmer, dass sie sich mehr Mitspracherecht wünschen. Nur 16,5 Prozent der Befragten erklärten, mit der Kontrolle ihrer Daten zufrieden zu sein.
"Die meisten Verbraucher verstehen nicht, was mit ihren persönlichen Informationen im Internet geschieht, und dies schreckt viele ab. In Wahrheit haben die Internet-Surfer mehr Kontrolle, als sie denken", kommentiert Sorin Mustaca, IT-Sicherheitsexperte bei Avira, die Resultate der Umfrage. "Zum Beispiel wissen nur wenige, dass sie Werbe-Tracking in ihren iPhones deaktivieren können. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Do-Not-Track-Funktion im Browser zu installieren. Nicht zuletzt sollten Anwender die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen bei Social-Networking-Seiten wie Facebook überprüfen und anpassen. Nach wie vor ist kein Hilfsmittel oder keine Security-Lösung in der Lage, den gesunden Menschenverstand zu ersetzen. Daher gilt: Persönliche Informationen sollten online nur geteilt werden, wenn man wirklich möchte, dass sie für jeden öffentlich zugänglich sind." (af)
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Kommentare

Montag, 8. April 2013 Adrian
@Thema: Das Ergebnis der Auswertung überrascht mich wenig. Was mich hingegen überrascht ist die Argumentation von Avira. Nicht jeder Webbrowser unterstützt die "DNT"-Funktion vollumfänglich und nicht jeder hat die Standardmässig aktiviert. Dann gibt es genug Anbieter, welche diese ignorieren/ umgehen. Dann die Cookies und Pixel-Trackers... Also man kann vieles auf den "Gesunden Menschenverstand" abwälzen, aber auch nicht alles. @Karin: Was ist öffentlich, was ist privat/ persönlich? Wenn ich einer "Copyshop"-Firma im Internet meine Daten für einen Visitenkarten - Auftrag gebe und explizit beim Bestellprozess vermerke (Kommentar und Auswahl), dass meine Daten nicht an Dritte weitergegeben werden darf, dann erwarte ich auch das. Ich war doch etwas verärgert, dass "rein zufällig 3 Tage später" die NKL auf mein Handy angerufen hatte. Also was ist nun? Ich hatte die Daten ja im Internet übertragen.. somit öffentlich? Also können wir doch auch gleich alle Mails öffentlich lesbar machen? Werden doch auch "übers Internet" versendet. Also bitte bei der Diskussion von Persönlichen Daten etwas differenziert und sachlich angehen. Es gibt mehr als Facebook und manche davon sollte "professionell und seriös" mit den Daten umgehen. Ich denke Avira bezieht sich auch zu teilen auf diese Datenquellen/ Sammlern. Aber auch da kann ich sagen: Wie viele Schweizer Firmen haben einen Datenschutzbeauftragten? Wie viele haben Datenbestände die gemäss Gesetz einen Beauftragten erfordern, aber keinen haben? Was früher das Bankgeheimnis und die Konten waren, sind heutzutage persönliche Daten. Dass diese zu Gewissen Grad genutzt werden und zur Verfügung stehen ist okay, aber die Kontrolle fehlt komplett.

Sonntag, 7. April 2013 Karin
Alleine der Titel ist ein Widerspruch in sich. Das INTERNET ist das globale öffentliche Netz. Deshalb heisst es auch so. PERSÖNLICHE Daten gibt es dort nicht, denn man teilt sie ja eben mit dem Netz. Also wer persönliche Daten schützen will, der sollte sie nicht an öffentlichen Orten publizieren.

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