Voice over IP mit SIP-Telefonen

Voice over IP mit SIP-Telefonen

4. Dezember 2011 - Firmen, die auf VoIP umstellen, sollten den SIP-Standard in Erwägung ziehen, da er herstellerunabhängig macht.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/12
Seit 2010 befindet sich der IP-PBX- und IP-Telefon-Markt in EMEA – nach einem Rückgang in den vorherigen zwei Jahren – wieder im Aufschwung, wie eine Analyse der Marktforscher von IDC zeigt. Die Auguren prognostizieren für den IP-PBX- und IP-Telefon-Markt in den nächsten vier Jahren denn auch eine jährliche Wachstumsrate von 11,9 Prozent. 2015 werde der Umsatz in diesem Bereich 5,1 Milliarden Dollar übertreffen, sind sie sich gewiss. Angetrieben wird dieses Wachstum laut IDC durch die Tatsache, dass die Firmen ihre obsoleten Voice-Plattformen – ob nun TDM oder IP – ersetzen müssen. Zudem würden immer mehr Unified-Communications- und Collaboration-Tools (UCC) in die IP-Telefonie integriert. Deshalb werden Investitionen in IP-PBX-Systeme, die mit UCC umgehen können, zunehmen, so die Marktforscher. Dieser Meinung ist auch Heike Cantzler, Head of Corporate Communication bei Snom Technology. Sie geht davon aus, dass sich der VoIP-Markt in den kommenden Jahren gut entwickeln wird: «Die zunehmende Verbreitung von Unified Communications spielt für den VoIP-Markt natürlich eine positive Rolle.» Auch bei Suprag, das die Produkte von Yealink in der Schweiz vertreibt, vertritt man die Ansicht, dass VoIP das volle Markt- und das technische Potential im Zuge der Entwicklung von UC entfalten wird. Und bei Funkwerk Enterprise Communications ist man davon überzeugt, dass sich die traditionellen TDM-Schnittstellen, sowohl auf Seite der Netzbetreiber als auch bei den Telekom-Systemen, im Umbruch in Richtung IP befinden. Diese Meinung wird auch von Alcatel-Lucent geteilt, geht das Unternehmen doch davon aus, dass der VoIP-Markt in den nächsten Jahren weiter wachsen wird und die TDM-Technologie in der Bürokommunikation weitgehend ersetzen wird.
Aastra 6739i
MyIC Phone
Ascom i62
OpenStage 60
Snom 720
Tiptel IP 286
SIP-T38G


Offener Standard für Kompatibilität

Wer bei VoIP Endgeräte basierend auf einem offenen Standard unabhängig vom Hersteller einsetzen will, der sollte sich für SIP-Telefone entscheiden, ist man bei Funkwerk Enterprise Communications überzeugt. Ins selbe Horn bläst man bei Aastra, wo man den SIP-Standard als Zukunftsstandard bezeichnet, auch wenn er vermutlich bei den meisten Herstellern noch etwas weniger könne als der proprietäre Hausstandard. Dafür sei beim SIP-Standard die Zusammenarbeit mit anderen Applikationen und Systemen gegeben. Auch Siemens Enterprise Communications nennt primär die Offenheit als Vorteil des SIP-Standards. Laut Suprag eignet sich gerade bei kleinen Firmen die Anschaffung von SIP, da die Initialkosten niedriger sind als bei einer ISDN-Lösung. Zudem bestehe die Möglichkeit, per Kabelleitung direkt an einen SIP-Provider angebunden zu werden, der dann den Unterhalt, die Verfügbarkeit und den Support sicherstelle. Grundsätzlich rät Suprag allen Firmen, welche ihre Telefonie-Infrastruktur abgeschrieben haben, bei einer Neuanschaffung SIP als VoIP-Standard in Betracht zu ziehen.
 
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