Effizienz statt Insellösung

Effizienz statt Insellösung

31. Mai 2010 - Warum eine zusätzliche Finanz-Software bemühen, wenn das ERP-Programm dieselben Funktionalitäten bietet? Ein Plädoyer für eine umfassende Datenintegration.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/06
Frei definierbare Cubes für Controlling-Abfragen im MIS-Modul einer ERP-Software. (Quelle: Vogel.de)

Viele Unternehmen fahren mehrspurig: Neben ihrem Warenwirtschaftsprogramm betreiben sie noch eine Finanz-Software oder auch eine Business-Intelligence-Lösung. Damit handeln sie sich Schnittstellenprobleme ein, riskieren Fehler durch mehrfache Dateneingabe und nehmen unübersichtliche, ineffiziente Prozesse in Kauf. Und teurer sind zusammengewürfelte Insellösungen meistens auch.


Natürlich gibt es Gründe, warum Unternehmen in unwirtlichen IT-Landschaften fest-sitzen. Meistens sind es historische. Für das alte ERP-System gibt es keine Finanzmodule. Und es wird auch in Zukunft keine geben, weil der ERP-Hersteller seine Software inzwischen nicht mehr weiterentwickelt. Die betriebswirtschaftliche Auswertungs-Software wurde damals auf das Notebook des Chefs installiert, und der findet es auch ganz gut so, dass niemand sonst draufgucken darf. Inzwischen gibt es natürlich wesentlich schlauere Formen der Rechteverwaltung.


Die Controller und Buchhalter im Unternehmen haben wenig Berührungspunkte mit den Vertrieblern und Verkäufern und sehen keinen Grund, weshalb sich diese zwei Welten begegnen sollten. Man lebt und arbeitet in aller Freundschaft nebeneinander her. Das ist das Gegenteil von Datenintegration. Doch Datenintegration, gerne mit dem Zusatz «vollständige», ist Voraussetzung für die sprichwörtlich schlanken und effizienten Prozesse und damit Ziel jedes Unternehmens und jedes engagierten ERP-Anbieters.



Reif für die Abkehr von der Insel

Wenn ein Unternehmen seine IT-Insellandschaft verlassen möchte, um die umfassende Festland-Lösung zu erreichen, fällt der Abschied oft schwer. Man liebt, was man kennt, und Umzüge sind lästig. Da müssen vorhandene Daten sortiert, strukturiert, eingepackt oder weggeworfen werden. Und im neuen ERP-System müssen die Datenregale so aufgestellt werden, dass alles seinen Platz hat und jeder, der darf, schnell darauf zugreifen kann. Muss man sich so etwas wirklich antun? Manche Unternehmen haben tatsächlich keine andere Wahl, weil ihr Insel-Software-Hersteller untergegangen ist und ihnen die Datenflut nun bis zum Hals steht. Andere sind einfach nur genervt vom «Daten-Fährefahren». Doch für alle Benutzer von Insellösungen gibt es eine gute Nachricht: Moderne ERP-Systeme bieten heutzutage alles, was sich Finanzverantwortliche nur wünschen können, und mit einer ausfallsicheren Lösung gehören auch Datenuntergangsszenarien der Vergangenheit an.

 
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