Displays: Grösser ist gleich besser

Displays: Grösser ist gleich besser

1. Juni 2010 - Auch im Bürobereich nehmen grosse Widescreen-Displays überhand. Wir stellen zwölf 22- und 24-Zoll-Modelle vor.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/06
(Quelle: Vogel.de)

Wenn es um Displays geht, ist grösser in den meisten Fällen gleichbedeutend mit besser. Stehen in Unternehmen Neuanschaffungen von Monitoren an, geht der Trend heute ganz klar in Richtung 22-Zoll-Bilddiagonale und mehr. Dies bestätigen auch die zahlreichen Display-Hersteller, von denen wir in dieser Marktübersicht zwölf berücksichtigt haben. Dazu Oliver Harmannstein, Produktmanager Business Solutions, LG Electronics Austria: «Derzeit werden hauptsächlich 22-, 23- und 24-Zoll-Geräte nachgefragt. Der Trend geht generell zu grösseren Diagonalen.» Dem stimmt auch Christian Hövekamp von Asus Swtzerland zu: «Die 22-Zoll-DVI- und die 24-Zoll-HDMI-Modelle werden aktuell am meisten nachgefragt. Bis Mitte des Jahres erwarten wir, dass 24 Zoll den Mainstream darstellt sowie 26 Zoll und mehr weiter an Beliebtheit zunehmen.» Bei Lacie werden sogar heute schon 24- und 26-Zoll-Monitore am häufigsten nachgefragt, so Sales Manager Livio De Pasquale. Jedoch ist Lacie auch auf Monitore für Kreative spezialisiert.


Nach wie vor eine Rolle spielen aber auch 19-Zöller. Trotz dem Trend hin zu grösseren Modellen seien die früher weit verbreiteten 19-Zoll-Modelle «auch weiterhin in vielen Ausschreibungen zu finden», weiss Birgit Sommerer, Product Line Manager Commercial Displays bei NEC Display Solutions Europe. Und bei Eizo Nanao sind 19-Zoll-Displays im 4:3-Format noch immer die meistverkauften Geräte, wie Jürg Wyler, Marketing Communication bei Eizo, mitteilt. Die meisten anderen Hersteller berichten zudem vom Trend hin zu Widescreen-Displays. Erkan Sekerci, Vertriebsleiter Iiyama DACH: «Generell herrscht grosse Nachfrage bei Widescreens – zunehmend im 16:9-Format. Das klassische 5:4-Format rückt in den Hintergrund.» Ein weiterer Trend betrifft schliesslich die LED-Hintergrundbeleuchtung. Diese bringt mehrere Vorteile mit sich. Zum einen werden der Stromverbrauch – LG beispielsweise spricht von 50 Prozent Einsparung – und die Wärmeentwicklung gesenkt. Ausserdem sind mit der Technologie dünnere Displays möglich, es kann auf umweltgefährdende Materialien wie Quecksilber, Arsen oder Halogen verzichtet werden und das Bild soll brillanter sein. Die Nachteile der Technologie: Die Natürlichkeit der Farbdarstellung wird etwas beeinträchtigt, ausserdem ist die Lebensdauer der Panels etwas geringer.

Bei der Display-Beschaffung sollte der Stromverbrauch das wichtigste Kriterium sein, so die Hersteller. Dazu nochmals Birgit Sommerer von NEC: «War früher oftmals der reine Anschaffungspreis entscheidend, achten mehr und mehr Unternehmen auf eine hohe Wirtschaftlichkeit durch niedrige TCO sowie eine gute Umweltverträglichkeit des Bildschirms und damit auf den Faktor Nachhaltigkeit. Entscheidend ist hierbei ein niedriger Energieverbrauch kombiniert mit verschiedenen Energiesparmodi und programmierbaren Ausschaltzeiten.» Auch die Ergonomie wird bei den wichtigsten Kaufkriteren immer wieder genannt. Stichworte sind laut Erkan Sekerci von Iiyama hier: «Schnelle Reaktionszeit (unter 5 Millisekunden, komfortabler Blickwinkel (min. 170 Grad), hohes Kontrastverhältnis sowie ein höhenverstellbarer Fuss.»»


Fragt man schliesslich nach Trends für die Zukunft, sind sich praktisch alle Hersteller einig, dass die LED-Hintergrundbeleuchtung sich weiter durchsetzen wird. Stellvertretend zum Thema Diego Peier, Product Marketing Manager bei Fujitsu: «Displays werden dünner und können einmal über Videoschnittstellen oder LAN mit Strom versorgt werden. Dünne und leichte Anzeigen erlauben zudem neue Fusskonzepte.»


Bei 3D, so sind sich die Experten einig, befinde man sich im Business-Bereich noch in einem sehr frühen Stadium. Ähnlich sieht es mit Touch-Oberflächen aus, welche in absehbarer Zeit wohl kaum im Büro zu finden sein werden, jedoch zur Steuerung von Info-Systemen oder Maschinen vermehrt nachgefragt werden. Gewisse Hersteller wie Iiyama sehen jedoch in der Touch-Technologie «enorme Möglichkeiten». Einig sind sich die Hersteller aber in dem Punkt, dass auch für die Zukunft gilt: Wenn es um Displays geht, ist grösser gleichbedeutend mit besser.

(mw)
 

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