Test Center – Infomaniak Ksuite

Die Schweizer Alternative für Teamarbeit

Die Schweizer Alternative für Teamarbeit

Artikel erschienen in IT Magazine 2022/12

Zentrale Drehscheibe Kdrive

Grundsätzlich setzt sich die Ksuite aus einzelnen Diensten zusammen, die nur locker miteinander verbunden sind. Jeder Service lässt sich eigenständig auf­rufen – so erhält man etwa Zugang zum Conferencing-Dienst über kmeet.­infomaniak.com oder zu Kmail unter mail.infomaniak.com. Zugriff auf die meisten Apps und Dienste bietet Kdrive (drive.infomaniak.com), und zwar über ein Aufklappmenü, das beim Klick auf das Gitter-Icon oben rechts in der Oberfläche erscheint. Kdrive bildet auch in anderer Hinsicht das Zentrum der Suite: Auf dem Online-Speicher werden die Dokumente abgelegt, die mit den Produktivitäts-Apps erstellt und gemeinsam von mehreren Nutzern bearbeitet werden können.

Der Zugriff auf die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware erfolgt indes nicht über das erwähnte Aufklappmenü, sondern durch Erstellen eines neuen Dokuments per Klick auf den grossen blauen Button links oben – oder indem man ein bestehendes Dokument in der File-Übersicht von Kdrive öffnet. In beiden Fällen ­erscheint das Dokument dann in einem separaten Tab mitsamt der Web-Oberfläche der jeweiligen App.

Abgesehen davon bietet Kdrive die elementaren Funktionen vergleichbarer Dienste wie Onedrive, Google Drive oder Dropbox. Dokumente lassen sich erstellen, mit anderen Ksuite-Nutzern gemeinsam bearbeiten, per Link mit beliebigen Empfängern teilen und mit Kategorien taggen. Kdrive erlaubt auch den Datenimport aus anderen Speicherdiensten, namentlich Dropbox, Box, Google Drive, Onedrive, Owncloud, Nextcloud sowie generell von Webdav-Servern. Einzelne Dateien oder Ordner lädt man via Upload-Dialog oder per Drag&Drop vom Computer zu Kdrive hoch.

Der Autor hat dies bereits vor fast zwei Jahren erfolgreich durchgeführt und mehrere hundert Gigabyte an Daten ohne Probleme von seinem Dropbox-Konto importiert – einmal beim betreffenden Konto anmelden genügt, und der Transfer läuft im Hintergrund ab. Im Vergleich mit Dropbox, das ja immer mehr auf Collaboration setzt und diesbezüglich immer wieder neue Features einführt, offeriert Kdrive nur die grundlegenden Möglichkeiten des gemeinsamen Bearbeitens und Teilens von Dokumenten und Dateien. Dies dürfte für die meisten Nutzer jedoch vollauf genügen.

Was uns sehr gut gefällt ist die Oberfläche von Kdrive. Die Dateien des aktuell gewählten Verzeichnisses präsentiert Kdrive in Form einer Liste oder als Galerie mit einer Dateivorschau in drei wählbaren Grössen. Je nach Typ erscheint eine Datei mit einer visuellen Vorschau oder mit neutralem Hintergrund. In beiden Fällen verschafft die Vorschau bei Mausberührung Zugang zu einer grösseren Vorschaudarstellung – dies auch für Texte, Tabellen und Präsentationen –, zu den Sharing-Features und zu vielen weiteren Funktionen wie der Zuordnung von Kategorien.


Docs, Grids, Points

Für das Erstellen und Bearbeiten von Textdokumenten, Tabellen und Präsentationen setzt die Ksuite auf die Technologie von Onlyoffice. Die drei Produktivitäts-Apps nennen sich Docs, Grids und Points und arbeiten per Default mit den Microsoft-Standardformaten .docx, .xlsx und .pptx. Bestehende Dokumente in diesen Formaten werden anstandslos geöffnet und korrekt dargestellt. Allerdings lassen sich solche Dokumente, die nicht schon auf Kdrive liegen, nicht direkt von den Apps aus aufrufen, sie müssen zuerst auf Kdrive hochgeladen werden und lassen sich dann via Kdrive-Oberfläche öffnen. Die drei Apps verstehen sich überdies auf viele weitere gängige Produktivitätsformate wie TXT, CSV, ODS, ODT etc., PDF und PDF/A, DOCXF, OFORM, HTML oder EPUB. Für die gemeinsame Arbeit an einem Dokument stellen die drei Apps neben den üblichen Review-­Funktionen einen integrierten Text-Chat bereit, der links neben dem Inhalt des Dokuments erscheint.

Im Erscheinungsbild und in den Funktionen gleichen Docs, Grids und Points den Online-Versionen der entsprechenden Microsoft-Anwendungen, inklusive Ribbon-­Interface, Kommentarfunktion und Änderungsverfolgung. Die Arbeit im Browser geht flüssig vor sich, im Test konnten wir keine Probleme feststellen. Änderungen werden unmittelbar auf Kdrive gesichert, und die editierten Dokumente erscheinen beim Öffnen in Microsoft Office in tadelloser Darstellung.

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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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