Start-up Coupolino: Wenn Shopping zum Abenteuer wird

Start-up Coupolino: Wenn Shopping zum Abenteuer wird

Artikel erschienen in IT Magazine 2022/09

Scount findet Anklang

Der Silent Go der App war laut den Geschäftsführern erfolgreich, der Proof-of-Concept erbracht. «Wir hatten ein funktionierendes digitales Produkt. Die Technologie funktionierte und die Nachfrage war da», erläutert Steiner. Konkret können sich Scount-Nutzer ihre Deals und alle dazugehörigen relevanten Informationen anzeigen lassen, per Augmented-Reality-Technologie die Umgebung nach ­Deals abscannen oder einem Store folgen und über neue Deals informiert werden. Gerade die hauseigene Augmented-Rea­lity-Technologie öffnet aber noch weitere Türen. Als Marketingprojekt organisierte Coupolino mit dem Radio-Sender NRJ am 4. Dezember 2021, also nur wenige Monate nach dem erfolgreichen Silent Go und dem darauffolgenden Markteintritt, eine Schnitzeljagd durch die Stadt Zürich. Dank einer Vielzahl an renommierten Partnern wie beispielsweise Chicorée, Beldona oder Metro Boutique gab es dabei Preise in der Form von Gutscheinen zu gewinnen – zu einem Gesamtwert von 45’000 Franken. «Die Schnitzeljagd fand einen enormen Anklang unter Partnern und Scount-Nutzern zugleich. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden daraus ein eigenes Produkt zu entwickeln», fügt Steiner an. Damit wachsen das Produktportfolio und die Einnahmequellen des Start-ups weiter an, drei Standbeine sind es laut der Geschäftsführung heute: Neben der Deal-Plattform und den Schnitzeljagden offeriert Coupolino nämlich eine weitere Dienstleistung im Bereich Daten und Statistiken und zeigt damit, inwiefern der stationäre Handel von Online Shopping lernen respektive profitieren kann. Über die Scount App werden laufend Nutzerdaten gesammelt und gespeichert. Diese geben dem stationären Handel einen wichtigen und bisher nie dagewesenen Einblick in das Kaufverhalten ihrer Kunden. Mit welcher Besuchsfrequenz ist zu welchem Zeitpunkt zu rechnen? Wie lange bleiben Kunden im Laden? Welche Angebote interessieren sie? Wie viele Personen laufen am Geschäft vorbei? All diese Fragen können mithilfe von Scount beantwortet werden und helfen dabei, die Geschäftstätigkeiten zu optimieren. Gesichert werden die Daten anonymisiert über einen Schweizer-Service-Provider in einem Rechenzentrum mit Schweizer Standort. Derzeit dient das Abo-Modell, über das Partner ihre Angebote auf der Deal-Plattform platzieren und verwalten können, noch als Haupteinnahmequelle. Allerdings sieht CEO Phillip Steiner im Bereich Daten und Statistiken eine Dienstleistung, die für den stationären Handel nicht nur innovativ und attraktiv sein kann, sondern auch Geld in die eigene Kasse spülen könnte – für Daten fliesst schliesslich viel Geld.

Finanzielle Unabhängigkeit in greifbarer Nähe

Start-up Coupolino: Wenn Shopping zum Abenteuer wird
Philipp Steiner (links) übernahm im August 2020 den Posten des CEO bei Coupolino und CFO Simon Schöni war bereits von Beginn weg Investor des Start-ups und seit 2019 ebenfalls mit an Bord der Geschäftsführung. (Quelle: Coupolino)
Wie viele Start-ups hatte auch Coupolino zu Beginn mit der Finanzierung zu kämpfen. So war es zu Beginn schwierig, das Vertrauen von Investoren zu gewinnen. «Wir waren jedoch von unserer Idee überzeugt, gaben nie auf und blieben hartnäckig dran. So gelang es uns, zwei bis drei grosse Investoren und mehrere kleine an Bord zu holen», erklärt CFO Simon Schöni. Mittlerweile zählt das Start-up schon über 200 Kunden und die Scount App erreichte zwischenzeitlich Platz 2 der kostenlosen Shopping Apps im Google Play Store. «Doch selbst mit einem funktionierenden Produkt und über 200 Kunden muss man sich stets mit der Finanzierung des Unternehmens beschäftigen. Aus diesem Grund ist es unser Ziel, im Laufe des nächsten Jahres finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. So wollen wir das Vertrauen potenzieller Investoren vergrössern, um das Kapital für weiteres Wachstum zu gewinnen», so der CFO. Schliesslich hat Coupolino grosses geplant: Das Start-up ist derzeit in den Städten Zürich, Zug und Luzern aktiv, möchte aber zeitnah expandieren. Über seinen deutschen Partner, einen bisher noch anonymen Softwareentwickler, will das Start-up seine Geschäftstätigkeiten über die Grenze hinaus erweitern und den weitaus grösseren deutschen Markt erobern. Eine erste Probefahrt gab es schon: Mithilfe des besagten Partners organisierte man eine Schnitzeljagd in einem Einkaufszentrum in Darmstadt. Wie bereits in Zürich fand das Marketingprojekt auch dort grossen Anklang, weshalb die beiden Geschäftsführer zuversichtlich und gespannt in die Zukunft blicken. (rf)
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