Drahtlose Mäuse und Tastaturen mit Logi-Bolt-Technologie

Drahtlose Mäuse und Tastaturen mit Logi-Bolt-Technologie

Artikel erschienen in IT Magazine 2021/11

Ergo M575 Wireless Trackball for Business

Die Ergo M575 sitzt mit ihren Saugfüssen fest auf der Unterlage, der Cursor wird mittels Trackball bewegt. (Quelle: Logitech)
Die zweite Maus der For-Business-Serie ist die Ergo M575, die wesentlich grösser ist als die MX Anywhere 3 und eher für die Arbeit an einem Desktop-Rechner gedacht ist. Bei diesem Produkt steht aus­serdem ganz klar die Ergonomie im Vordergrund. Für den nötigen Strom sorgt hier nicht etwa ein Akku, sondern eine einzelne AA-Batterie, die laut Logitech bis zu zwei Jahre halten soll. Der Logi-Bolt-Dongle zum Verbinden der Maus mit einem Rechner ist im Batteriefach verstaut. Bei der Ergo M575 handelt es sich nicht um eine klassische Maus, sie liegt dank fünf Gummifüssen rutschfest auf der Arbeitsoberfläche auf. Der Cursor wird mit einem Trackball gesteuert, der auf der Innenseite liegt und mit dem Daumen bedient wird. Die Handablage ist nach aussen hin abgeschrägt und sorgt so für eine komfortable Haltung. Speziell ist auch die Lage der Vor- und Zurück-Tasten, die ganz vorne im Bereich der linken Maustaste angebracht sind und mit dem Zeigfinger bedient werden.

Das Gehäuse der Ergo M575 besteht komplett aus Plastik, wobei ein Teil davon aus recyceltem Kunststoff gefertigt ist. Dennoch wirkt das Gerät wertig und ist gut verarbeitet. Die Bedienung des Cursors mit dem Trackball dürfte für viele Nutzer zunächst gewöhnungsbedürftig sein, weil man stets versucht ist, die Maus umherzubewegen, doch schon nach kurzer Zeit geht die Arbeit mit der Ergo M575 recht flott von der Hand. Für letztere sowie für den Arm des Nutzers ist die ergonomische Form der Maus eine Wohltat, für den Daumen bedeutet diese Art der Steuerung jedoch Mehrarbeit. Nicht ganz zu überzeugen vermag das Scrollrad, das mit Silikon beschichtet ist, aber eine Spur zu klein geraten ist. Aus­serdem lässt es sich nicht entriegeln und frei drehen. Dafür ist die Ergo M575 dank ihrer grosszügigen Abmessungen für Hände aller Grössen geeignet. Und auch langlebig dürfte das Gerät sein, denn laut Logitech ist es für mindestens drei Millionen Klicks ausgelegt, ausserdem lässt sich der Trackball zur Reinigung mühelos herauslösen.
Quicktest Ergo M575
Für 54.90 Franken erhält man mit der Ergo M575 Wireless Trackball for Business eine kompetente Maus, für deren sinnvolle Nutzung man aber unter Umständen ein wenig Einarbeitungszeit einkalkulieren muss. Nicht ganz verständlich ist allerdings, wieso Logitech das Gerät nur für Rechtshänder entwickelt hat, sprich Linkshänder müssen sich umgewöhnen oder auf andere Produkte zurückgreifen.
Wertung: 5 von 6 Sternen

Ergo K860 for Business

Ergonomisch, filigran und doch robust. Die Ergo K860 richtet sich an Tipp-Profis. (Quelle: Logitech)
Logitech lanciert mit seiner For-Business-Linie nicht nur Mäuse, sondern auch Tastaturen wie zum Beispiel die Ergo K860. Und ergonomisch ist sie, oder zumindest suggeriert dies die ungewöhnliche Formgestaltung. Das Tastenfeld ist zum einen geteilt und zudem in der Mitte nach oben gewölbt. Dies soll garantieren, dass die Hände auf natürliche Weise und ganz entspannt auf der Tastatur aufliegen. Eine nicht abnehmbare Handgelenkauflage stützt ausserdem die Handballen. Logitech sagt dazu, es sei erwiesen, dass die ERGO K860 die Muskelaktivität im oberen Trapezmuskel gegenüber anderen Logitech-Tastaturen ohne Handballenauflage um 21 Prozent reduziere. Ob dies stimmt, sei dahingestellt, bequem ist die Arbeit mit der Tastatur aber tatsächlich. Und auch gewöhnungsbedürftig. Wer des Zehnfingersystems nicht mächtig ist, sollte sich einen Kauf gut überlegen. Durch die Teilung der Tastatur hat nämlich jede Hand ihr eigenes Tastenrevier, und Exkursionen auf die jeweils andere Seite sind durch die Wölbung des Gehäuses kaum zu bewerkstelligen. Einen Eingewöhnungseffekt gibt es mit der Zeit durchaus, aber wer das Zehnfingersystem nicht von der Pike auf gelernt hat, dürfte mit dem Layout der Tastatur zunächst Mühe haben.

In Sachen Haptik kann die Ergo K860 vollends überzeugen. Das Gehäuse und die Tasten aus mattem schwarzem Plastik wirken filigran, sind aber sehr robust und fühlen sich sehr wertig an. Trotz des luftigen Designs sitzt die Tastatur dank einem Gewicht von 1160 Gramm und fünf kleinen Gummifüssen bombenfest auf der Tischplatte. Hinzu kommt, dass sich die Ergo K860 dank vier ausklappbarer Füs­se an der Vorderseite um 4 beziehungsweise 7 Grad nach hinten neigen lässt, womit man sie vielfältig einsetzen kann. Das Tippen schliesslich macht Laune. Die Rubberdome-Tasten haben einen angenehmen Tastenhub und verrichten ihre Arbeit sehr leise. Dazu hat Logitech auch eine ganze Reihe von Spezialtasten auf die Tastatur gepackt, mit denen verschiedene Funktionen, wie beispielsweise der Rechner oder das Screenshot-Tool, direkt aufgerufen werden können.

Auch die Ergo K860 besteht übrigens zu Teilen aus recyceltem Kunststoff, bei der Farbvariante Grafit sind es 71 Prozent. Angetrieben wird sie von zwei AAA-Batterien, mit denen sich die Tastatur laut dem Hersteller zwei Jahre lang betreiben lässt. Und sie kann mit bis zu drei Endgeräten verbunden werden. Es sind aber auch kleine Fragezeichen auszumachen. So zum Beispiel die Handballenablage. Sie ist mit einer 0,5 Millimeter dicken, glatten Textilschicht überzogen, die sich wie Kunstleder anfühlt. Diese lässt sich zwar einfach reinigen, doch mit der Zeit dürfte sich hier viel Schmutz ansammeln. Und so gut die Arbeit mit der Tastatur auch von der Hand geht, die weis­se Beschriftung der Tasten ist in einem dunklen Raum nur schwer auszumachen. Eine Tastenbeleuchtung fehlt.
Quicktest Ergo K860
Die Ergo K860 richtet sich klar an Nutzer, die viel, sehr viel tippen und dies auch wirklich gut können, und zwar mit dem Zehnfingersystem. Sie werden ihre helle Freude daran haben. Alle anderen sollten vermutlich wortwörtlich die Finger davon lassen, denn die Lernkurve dürfte nach unzähligen Jahren des Tippens mit der Adlertechnik ziemlich steil sein, und dafür ist die K860 mit einem Preis von 139 Franken nicht gerade günstig.
Wertung: 5,6 von 6 Sternen

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